Falkner und Irene begeistern Kinder

Für zahlreiche Kinder wurde im Feriencamp Dietrichingen dieser Tage viel geboten. Der Höhepunkt war dabei sicher der gestrige Auftritt eines Falkners. Der hatte Irene auf dem Arm mitgebracht – einen kauzigen Uhu.

Wer diese Woche das Camp Dietrichingen betreten hat, ist wie immer freundlich vom ersten Schwertträger der Mittelaltergruppe Waldläufer, Hans Traxel, begrüßt worden. Die Waldläufer haben sich zum wiederholten Male dazu bereit erklärt, eine Ferienfreizeitwoche in Kooperation mit der Verbandsgemeinde Zweibrücken-Land zu veranstalten und die Kinder für diese Zeit auf dem ehemaligen Militärgelände in Obhut zu nehmen.

Der Spaß und der Entdeckergeist, den die Kinder mitgebracht haben, freute Traxel. "Schau dir mal da hinten das selbstgebaute Tipi an", zeigt Traxel als Erstes auf die spitzförmige Indianerbehausung. "Das sieht nicht nur gut aus, sondern hält auch einiges aus", führt er weiter aus. Nachdem einige der insgesamt 36 Kinder (sechs bis 15 Jahre) starken Truppe Holz gesammelt hatten, machten sie sich selbst Gedanken, wie das Gemeinschaftsprojekt gelingen soll. Die Betreuer lobten die Eigenverantwortung der Kinder und das Einbringen von eigenen Ideen in höchsten Tönen. Dafür nannten sie noch ein weiteres Beispiel: Als es nämlich in der Woche Gemüsesuppe gab, kam ein Junge nach dem Essen auf die Idee, die Konservenbehälter zu spülen und dann ein Dosenwerfwettbewerb zu organisieren. Als Störche das Camp überkreisten, wollten die Kinder alles über die Vögel erfahren. Traxel erklärte den Kleinen, dass hier die Eltern ihren Kindern das Fliegen beibringen, damit diese für den Winter gut gerüstet sind, wenn es für die Störche in den warmen Süden geht. Die Kinder hörten den Erklärungen gespannt zu.

"Natürlich kommt es auch mal zur Meinungsverschiedenheit", gibt Traxel zu. "Diese wurden bisher aber immer friedlich untereinander geregelt, sodass wir als Betreuer nicht eingreifen mussten, sondern den Ablauf positiv verfolgen konnten."

Das Unterhaltungsprogramm gestaltet sich in der freien Natur natürlich ganz anders als in der Stadt und bis auf ein paar feste Punkte auch von ganz alleine. Kleine Holztore haben die Fußballfans auf dem riesigen Gelände gebaut. Andere kümmerten sich um das Einflechten von Zäunen, um die Brennholzsammlung fürs Lagerfeuer, wiederum andere spielten Volley- oder Völkerball oder übten sich im Balancieren über ein zwischen zwei Bäumen gespanntes Seil.

Sicherlich der Höhepunkt im Programm war der gestrige Besuch von Falkner Thomas von Strzemieczny, seiner Frau Melissa sowie von Irene (europäischer Uhu) und Ronja (sibirisches Uhu-Küken). Mit großen Augen saßen die Kinder um die Feuerstelle und folgten den Erzählungen des Falknerehepaares über Herkunft, Erkennungsmerkmale und Jagdverhalten der beiden Tiere. Der eine oder andere durfte die Vögel sogar mal streicheln.