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Erweiterung des Kindergartens in Winterbach

Kindergarten Winterbach : Der Anbau nimmt Formen an

Der Winterbacher Rat hat weitere Leistungen für die Erweiterung des Kindergartens vergeben.

Eifrig zu Werke gingen die Maurerarbeiter des Unternehmen Munkes aus Zweibrücken. Hochgezogen sind die Außenmauern des Erweiterungsbaues, demnächst werden die Zimmermannsleute mit dem Aufschlagen des Dachgebälks beginnen. Eile ist geboten, denn der Anbau beim Kindergarten Sonnenkäferstübchen in Winterbach soll möglichst schnell unter Dach und Fach kommen.

In seiner Mittwochsitzung vergaben jetzt die Ratsmitglieder weitere Arbeiten. Der Rolladen- und Fensterbauer Burkhart aus Dahn erhielt den Zuschlag für die Fenster- und Metallbauarbeiten im Wert von rund 55 000 Euro.  Für den Gemeindetraktor wurde ein Arbeitskorb angeschafft. Das Unternehmen Kiefer aus Wallhalben wird diesen zum Preis von rund 1400 Euro liefern. Aus Sicherheitsgründen ist es notwendig, die Birkenbäume auf dem Kindergartenspielplatz gegenüber der gemeindlichen Einrichtung zurückzuschneiden, auszuasten und mehr. Es liegt dazu ein Angebot eines örtlichen Dienstleistungsbetriebes vor. Ortsbürgermeister Andreas Weizel erläuterte dieses. Die Verwaltung soll jetzt prüfen, ob die genannten Preise vertretbar sind oder weitere Angebote eingeholt werden müssen.

Zum Ende des Monats hin sollen die Arbeiten mit dem Flachdach beginnen. Im Gespräch mit dem Pfälzischen Merkur erläuterte Ortsbürgermeister Andreas Weizel nochmals die Problematik und Dachgestaltung beim Anbau. Die alte Bausubstanz des Kindergartens stehe unter Denkmalschutz. Das habe bereits bei der Genehmigungs-Erteilung manches Kopfzerbrechen bereitet, weil der Anbau zur denkmalgeschützten Bausubstanz passen müsse. Ein Flachdach wird deshalb der jetzt hochgezogene Anbau bekommen. Die Arbeiten an das Unternehmen Dahl-Sester aus Heltersberg seien bereits im Wert von rund 64 000 vergeben. Von der Straßenseite aus wird das Flachdach nicht zu sehen sein, erklärte Ortsbürgermeister Weizel. Der Anbau wird deshalb im Dachbereich mit einer Attika ausgestattet. Aus Kostengründen ist im rückwärtigen Gebäudebereich darauf verzichtet worden. Das eigentliche Flachdach ist so konstruiert, dass die innenliegende Decke zugleich den Lärm schluckt.

Ein weiterer Schwerpunkt des Abends ist der Gemeindewald gewesen. Das Unternehmen Schmitz-Wald aus Ormont in der Eifel zeigt Pachtinteresse für den 23 Hektar großen Gemeindewald. Seit Jahren ist dieses Unternehmen bereits Partner der Ortsgemeinde Großsteinhausen. Der für die Waldbewirtschaftung zuständige Förster Uli Osterheld zeigte auf, wie sich auch in Winterbach ein Anpachten des Gemeindewaldes forstwirtschaftlich und wirtschaftlich gestalten ließe.

Das Zusammenlegen von weiteren Revieren durch die Landesforstbehörde ist Ausgangspunkt für die Unterbreitung des Angebotes gewesen. Das Forstrevier des gegenwärtigen Revierförsters Hermann Gries aus Knopp wird weiter vergrößert. Der Umorganisation hat Winterbach für seinen Gemeindewald bisher noch nicht zugestimmt. Die Nachhaltigkeit wird auch beim Waldpächter Schmitz eine Dominante sein, sicherte Uli Osterheld zu. Die heimischen Brennholzkunden würden jedenfalls auf keinen Fall auf der Strecke bleiben.

Es ist die erste Kontaktaufnahme gewesen. Ob sich die beiden Parteien weiter näher kommen, ist noch nicht entschieden, zumal die Ortsgemeinde auch weiterhin zumindest den Mindestbeitrag an die Landesforstverwaltung abführen müsste. Dieserhalb hatte die Ortsgemeinde Großsteinhausen zwar einen Verwaltungsrechtsstreit geführt (Kosten hatte Schmitz übernommen) und war davon ausgegangen, keine Kosten ans Land abführen zu müssen. Doch erstinstanzlich obsiegte die Landesforstverwaltung.

Für 1000 bis 1500 Euro würde Schmitz-Wald auch den Waldbestand genau taxieren und dementsprechend die Grundlagen für einen Pachtvertrag ermitteln. Käme dieser dann aber nicht zustande, müsste die Ortsgemeinde diese Gutachterkosten übernehmen.