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Erstes Grillhütten-Fest in Großsteinhausen

Grillhütte Großsteinhausen : Einfach mal Party machen

Großsteinhausen hat am Wochenende sein erstes Grillhütten-Fest begangen.

Erst im Herbst soll baulich bei der Grillhütte in Großsteinhausen alles fix und fertig sein, doch schon jetzt hat die Gemeindeeinrichtung sozusagen die „Feuertaufe“ bestanden. Für zwei Tage am letzten Wochenende feierten die Bürger des Ortes mit einem kleineren Kreis von Gästen aus den Nachbargemeinden ein erstes „Grillhütten-Fest“. Der Grund: Nach soviel Corona-Stress ist den Großsteinhausern einfach danach gewesen. Zumal an diesem Wochenende unter „normalen Umständen“ ein Großteil das längst legendäre Großsteinhauser Dorffest gefeiert hätte. 

Die Grillhütte steht, die Küche ist eingerichtet (wir berichteten), was noch in Arbeit ist, wird in den nächsten Monaten erledigt, sagt Ortsbsürgermeister Volker Schmitt, der zugleich geborener Vorsitzender des Dorfvereins „Großsteinhausen aktiv“ ist, welcher jetzt auch die Verantwortung beim  ersten Grillhüttenfest übernahm.

Streng natürlich unter den Vorgaben der Corona-Pandemie. Hätte die beispielsweise nicht ein Feiern im Freien erlaubt, wäre kurzfristig eine Absage die Folge gewesen. Doch Ortsbeigeordneter Philipp Ziehl, selbst Kreisbeamter, versicherte voller Überzeugung: „Wir beachten selbstverständlich die Bestimmungen, legen größten Wert auf das Einhalten der Hygienevorschriften und haben auch, ganz in Gegensatz zum sonst üblichen Dorffestfeiern, keine Werbung für dieses erste Grillhüttenfest gemacht.“

Sich mal die Hütte von allen Seiten ansehen, mal schauen, wie die Abläufe sind, wenn Betrieb herrscht, das sei mit eine Intention für das Fest gewesen, stellt Volker Schmitt fest und bestätigt bei der Gelegenheit nochmals, dass Corona mit seinen Folgen für die Bevölkerung und Vereine auch dieses langersehnte Bauprojekt arg gebeutelt habe. „Wir wären sicher mit allem fertig, hätte alles normal laufen können“, sagt Volker Schmitt und  bekommt ein Lächeln ins Gesicht, wenn er auf die Mitarbeit aus der Bürgerschaft zu sprechen kommt.

Mehr als 1500 Helferstunden seien schon verzeichnet, bei den Restarbeiten kämen weitere dazu. Was dringend fehlt ist die Toilettenanlage, welche sich im Augenblick im Bau befindet und die während der beiden Festtage mit einer mobilen Toilettenanlage ersetzt wurde. Dazu kämen noch Verputz- und Anstricharbeiten, doch Volker Schmitt geht davon aus, dass bis zum Spätherbst hin alles fertig ist und die Einrichtung festlich ihrer Bestimmungen übergeben werden kann.

Das sonntägliche Mittagsmahl des Festveranstalters „Großsteinhausen aktiv“ nahmen viele Dorfbewohner an, das brachte wieder Geld in die Vereinskasse. Großer Zuspruch zudem am Nachmittag bei der Kaffeetafel der Landfrauen. Alles aus dem eigenen Backherd, von den 15 Kuchen und Torten blieb nichts übrig.

Normalerweise geht das alles in die Kasse von „Großsteinhausen aktiv“, doch weil auch der Landfrauenverein eine längere Durststrecke hinter sich liegen hat, war es diesmal klar, dass der Erlös aus dem Verkauf von Kaffee und Kuchen in der Kasse der Landfrauen verbleiben kann. Ortsbürgermeister Volker Schmitt: „Wir als Gemeinde würden unsere Dorfvereine gerade in der jetzigen Situation liebend gern finanziell unterstützen, doch das lassen unsere Gemeindefinanzen leider nicht zu. Deshalb sind wir mehr als froh darüber, wenn dieser Zuspruch wie jetzt zum ersten Grillhüttenfest aus der Dorfbevölkerung selbst derart groß ist.“