Erneuerbare Energien im Blick

Wallhalben. Im Mittelpunkt der Sitzung des Verbandsgemeinderates Wallhalben, die morgen Abend um 19 Uhr in der Verwaltung stattfindet, stehen erneuerbare Energien. Während der Sitzung soll eine entsprechende Wirtschaftlichkeitsuntersuchung vorgestellt werden. Hintergrund ist die Biogas-Anlage, die Peter Neumann vor kurzem auf dem Würschhauserhof in Betrieb genommen hat

Wallhalben. Im Mittelpunkt der Sitzung des Verbandsgemeinderates Wallhalben, die morgen Abend um 19 Uhr in der Verwaltung stattfindet, stehen erneuerbare Energien. Während der Sitzung soll eine entsprechende Wirtschaftlichkeitsuntersuchung vorgestellt werden. Hintergrund ist die Biogas-Anlage, die Peter Neumann vor kurzem auf dem Würschhauserhof in Betrieb genommen hat.Mit der knapp einer Million Euro teuren Anlage kann Neumann Strom für rund über 350 Haushalte erzeugen. Die Energie wird in das Netz der Pfalzwerke eingespeist, die dem Landwirt dafür eine Vergütung zahlt. Auch die anfallende Wärme der Anlage kann genutzt werden. Der junge Unternehmer will damit in einem ersten Schritt die Regionale Schule in Wallhalben heizen. Eine Ausweitung auf weitere öffentliche Gebäude ist geplant. Hierfür muss ein Verteilernetz aufgebaut werden. Das Land Rheinland-Pfalz fördert den Aufbau mit 55 Prozent der Baukosten. Voraussetzung: 500000 Kilowatt Energie muss über die Leitungen auf Schule, Kindergarten Feuerwehr und Verwaltung verteilt werden. "Die Rentabilität für den Aufbau eines solchen Netzes ist durch verschieden Gutachten nachgewiesen", informiert Verbandsbürgermeister Berthold Martin im Gespräch mit dem Pfälzischen Merkur.

Die Biogasanlage Neumanns befinde sich auf dem neuesten Stand der Technik. Das Gas wird in einem Behältern erzeugt, in die eine Mischung aus siliertem Mais oder Gras und Rindergülle eingefüllt wird. Diese Fermenter sind mit einer Temperatur von 40 Grad beheizt. In die Behälter wird eine Tonne Silage pro Stunde eingefüllt. Wenn beide voll sind, läuft die überschüssige Masse in ein Endlager.

In den Fermentern entsteht ein Faulprozess, der Gase produziert. Das Gas wird in Hauben abgefüllt und einem Motor zugeführt. Der Motor treibt einen Generator an, mit dem Strom erzeugt wird. Bei der Bio-Gasanlage gibt es einen geschlossenen Wirtschaftskreislauf. Die Masse im Endlager kann als Dünger genutzt werden. Wissenschaftlich wird das Projekt von dem Pirmasenser Prüf- und Forschungsinstitut begleitet. Dessen Mitarbeiter Benjamin Pacan will die Wallhalber Erfahrungen für andere Vorhaben nutzen.

Unter anderem ist der Fachmann auf den Turbo gespannt, der bei Neumann erstmals eingesetzt wird. Dieser soll den Abbauprozess beschleunigen, der von knapp hundert auf 20 Tage verkürzt werden soll. "Die Rentabilität ist nachgewiesen."

Verbandsbürgermeister Berthold Martin zu dem geplanten Verteilernetz