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Engelmanns nutzen die Kraft der Sonne

Engelmanns nutzen die Kraft der Sonne

Sie sind junge Familien mit kleinen Kindern, sie haben ein Haus gebaut und sie haben eine besondere Lebenseinstellung: Diese ist geprägt vom Umweltschutz. Das gilt auch für die Familie Engelmann, die in Kleinsteinhausen ein sogenanntes Biosolarhaus errichtet hat. Auf einer Etage haben die Drei alles, was sie zum Wohnen brauchen

Sie sind junge Familien mit kleinen Kindern, sie haben ein Haus gebaut und sie haben eine besondere Lebenseinstellung: Diese ist geprägt vom Umweltschutz. Das gilt auch für die Familie Engelmann, die in Kleinsteinhausen ein sogenanntes Biosolarhaus errichtet hat. Auf einer Etage haben die Drei alles, was sie zum Wohnen brauchen."Wir fühlen uns pudelwohl in unserem Haus", sagt Erik Engelmann in einem Gespräch mit dem Pfälzischen Merkur. Der sonnendurchflutete Wohn- Küchenbereich begeistere sie immer wieder.

Zum Energieverbrauch könne er noch keine genauen Angaben machen, da sie immer noch mit Holzresten heizen würden: "Die kann man schlecht in Ster oder Raummeter quantifizieren. Ich kann nur sagen, dass wir mit einer Schubkarre voll Holz unseren tausend Liter fassenden Wasserspeicher in rund zwei Stunden von 40 Grad auf 70 Grad aufheizen können." Danach bräuchten sie bei Außentemperaturen vom Gefrierpunkt an 48 Stunden nicht zu heizen. Vorausgesetzt ist eine Zimmertemperatur 20 bis 21 Grad und zwei Mal duschen. Man müsse wissen, dass die doppelte Vorlauftemperatur wie die gewünschte Zimmertemperatur benötigt werde. Das bedeute, im Tank sollte es immer mindestens 40 Grad warm sein. Im Internet finde man unzufriedene Bauer von Biosolarhäusern, die vor allem die Effektivität der so genannten Low-Tec-Solaranlage kritisierten. "Tatsächlich können wir die Sonnenenergie nur im Sommer zur Brauchwassererwärmung nutzen, denn wenn die Sonne stark genug ist, um mit dem schwarzen Kollektorschlauch mehr als 40 Grad zu erzeugen, braucht man die Räume nicht zu heizen", erläutert Engelmann. Das Biosolarhaus sei nur dann ein Selbstbauhaus, wenn man ein handwerkliches Allround-Talent ist. "Wir haben bis auf das Stahlgerüst, die Wintergartenfenster und das Abwasserhebewerk alles selbst gemacht und sind öfter an unsere Grenzen gestoßen", erinnert sich der Hobby-Handwerker an die Bauarbeiten. Dass sie jetzt fast fertig seien, habe "verdammt viel Disziplin und Durchhaltevermögen" erfordert - ebenso einen Schwager, der Elektriker ist und ihnen immer zur Seite stand. "Die Mühe hat sich aber gelohnt - denn wie gesagt, wir haben viel Freude mit dem Haus", so der Familienvater. Gekostet hat das Haus rund 160 000 Euro. "Wir sind eher zufällig auf diese Bauart gestoßen", verrät der Bauherr. Der Stiefvater seiner Frau habe sie auf eine Musterhaussiedlung bei Sankt Alban aufmerksam gemacht. "Nach einem kurzen Probewohnen haben wir dann die Entscheidung gefällt", berichtet Petra Engelmann. "Wir fühlen uns pudelwohl

in unserem Haus."

Erik Engelmann