El Dorado für FCK-Fans geschaffen

Bechhofen. Der Kaiserslauterer Betzenberg mit den "Roten Teufeln" begeistert viele Fußball-Anhänger in der Region. Auch der Bechhofer Rudi Röhm ist durch und durch ein Fan des 1. FC Kaiserslautern. Seit rund 60 Jahren besucht er nun schon die Spiele des Pfälzer Traditionsvereins. Seit Jahren sammelt der Rentner jeden Schnipsel und Artikel seines Clubs

Bechhofen. Der Kaiserslauterer Betzenberg mit den "Roten Teufeln" begeistert viele Fußball-Anhänger in der Region. Auch der Bechhofer Rudi Röhm ist durch und durch ein Fan des 1. FC Kaiserslautern. Seit rund 60 Jahren besucht er nun schon die Spiele des Pfälzer Traditionsvereins. Seit Jahren sammelt der Rentner jeden Schnipsel und Artikel seines Clubs. Das kleine Häuschen, das mitten im Garten des Rentners steht, hat sich im Laufe der Zeit zu einem richtigen El Dorado für FCK-Fans gemausert. "Am Anfang habe ich nur die Poster aus der Stadionzeitschrift gesammelt", erinnert sich Röhm, der die kleine Hütte selbst gebaut hat. Diese sollten selbstverständlich nicht in irgendwelchen Ordnern verschwinden, sondern für Besucher sichtbar sein. "Im Haus war für die Sammlung kein Platz", sagt der Bechhofer. Zu den unzähligen Bildern kamen nach und nach Autogrammkarten, Wimpel, Schals, Mützen und jede Menge Stofftiere. Besonders stolz ist der FCK-Anhänger auf einen Wimpel vom Pokalendspiel 1991, das er in Berlin vor Ort mit verfolgen konnte. Ein Foto des früher in Bechhofen spielenden Fußballprofis Tom Dooley habe ihm dessen Mutter geschenkt. Der US-Nationalspieler habe sogar vor ein paar Jahren seine Klause besichtigt. Auch zu den Spielern aus den fünfziger Jahren halte Röhm Kontakt. So wohne Horst Eckel nur ein paar Kilometer entfernt in Vogelbach. Mit Ottmar Walter habe er sich im Frühjahr in Kaiserslautern unterhalten. Röhm bezeichnet sich nicht nur als Fan der "Roten Teufel": "Der FCK ist mein Hobby." Über 15 Jahre hatte der 74-Jährige eine Dauerkarte auf dem Betzenberg. Auch heute besucht er noch die meisten Heim- und so manches Auswärtsspiel. "Die Stimmung in Kaiserslautern ist einzigartig", erklärt der Bechhofer, warum er sich für diesen Verein begeistert. Jetzt hofft er, dass die Mannschaft im Sommer in die Bundesliga aufsteigt. Das will der frühere Betreiber eines Friseurladens dann in seiner "Teufels-Klause" gebührend feiern. Dafür sei allerdings noch eine kräftige Leistungssteigerung nötig. "Die müssten mehr auf ihre eigene Jugend setzen, statt fremde Spieler zu verpflichten", übt Röhm Kritik an der Personalpolitik des pfälzischen Fußballvereins.

Auf einen BlickDer Pfälzische Merkur stellt in einer neuen Serie interessante Sammlungen der Menschen in und um Zweibrücken vor. Wer beispielsweise besondere Bierdeckel, außergewöhnliches Porzellan, seltene Murmeln oder eine große Comicheft-Sammlung hat, sollte sich unter Tel. (0 63 32) 80 00 50 oder per E-Mail (merkur@pm-zw.de) bei der Redaktion melden. red