Ein Verrat an den Feuerwehrleuten

notfallkostenEin Verrat an den FeuerwehrleutenZu "Feilschen um Kosten für Feu- erwehreinsatz" (Merkur vom 24. Dezember)Als langjähriges Mitglied der freiwilligen Feuerwehr blieb mir an diesem Morgen nach dem Lesen schlichtweg die Luft weg

notfallkostenEin Verrat an den FeuerwehrleutenZu "Feilschen um Kosten für Feu- erwehreinsatz" (Merkur vom 24. Dezember)Als langjähriges Mitglied der freiwilligen Feuerwehr blieb mir an diesem Morgen nach dem Lesen schlichtweg die Luft weg. Man muss sich einmal vorstellen, dass jemand in einen Unfall verwickelt wird, minutenlang regungslos geschockt im Fahrzeug sitzt und ein weiterer Verkehrsteilnehmer Zivilcourage beweist und die Rettungsleitstelle informiert, in der Vermutung, dass dort Menschenleben in Gefahr sind. Eine vollkommen richtige Reaktion! Die zuständige Stelle alarmiert daraufhin alle für eine solche Situation erforderlichen Kräfte, um die Leben der vermuteten eingeklemmten Personen zu retten. Dass es sich um einen Bagatellunfall handelte, konnte niemand wissen. Unnötige Fahrzeuge wurden ja auch abbestellt. Die Unfallstelle bis zum Eintreffen des Abschleppdienstes zu sichern, ist absolut erforderlich. Die dadurch entstandenen Kosten von 315, 08 Euro (reicht noch nicht einmal für die Schutzausrüstung eines Feuerwehrkollegen) gehen vollkommen in Ordnung! Ich kann der zuständigen Verbandsgemeinde nur raten, dem Vergleich nicht zuzustimmen. Eine Zustimmung käme einem Verrat an allen freiwilligen Feuerwehrkollegen gleich, die ihr Engagement freiwillig und unentgeltlich, den Bürgern zur Verfügung stellen. Gerhard Maurer, Contwig gastgewerbeDer Bürger wird die Zeche zahlen müssenZu "Unschlüssig über Preisan- passung" (Merkur vom 30. Dezember)Lieber Hotelier, da hat es dich doch ganz schön erwischt, das Christkind! Für das neue Jahr beschert es Dir eine zwölfprozentige Lohnerhöhung, zumindest im Bereich Zimmervermietung. Und da gibt es nun Verbraucherverbände und sogar Politiker, die erwarten, dass diese Vergünstigungen an die Kunden weiter gegeben werden, damit das Geschäft angekurbelt wird. Aber weit gefehlt. Das Geld dient, wie wir hören, dazu, die Inflationsrate seit 2008 auszugleichen, Renovierungen zu veranlassen, den Service zu verbessern. Bedeutet: Die Preise sinken nicht. Du sparst also zwölf Prozent Mehrwertsteuer und gibst diesen Betrag - Ausnahmen bestätigen die Regel - nicht an deine Kunden weiter. Das heißt doch, wir sorgen durch unsere Buchungen für deinen erhöhten Gewinn. Aber dem Staats- beziehungsweise Landeshaushalt fehlt durch diese Mehrwertsteuersenkung ein Batzen Geld in der Kasse. Darauf kann aber nicht verzichtet werden. Ich ahne schon, wer diesen künftigen Fehlbetrag zahlen muss. Hans-Jürgen Als, Zweibrücken