Ein Schwank zur Weihnachtszeit

Das Laienspielensemble des Gesangvereins „Germania“ Käshofen schwitzt bereits. Am ersten Weihnachtsfeiertag nämlich ist wieder Theaterpremiere. Dann hebt sich der Theatervorhang für das Stück „Ach, du fröhliche“.

Der Titel "Ach, du fröhliche" ist vielsagend. Er halte, was sich die kommenden Besucher darunter vorstellen würden. Einfallsreichtum, Witz und viele humorvolle Szenen. Bei drei Theaterabenden will die Laienspielgruppe des örtlichen Gesangvereins "Germania" die Besucher zum Lachen bringen. Karl Hoffmann, ein Altgedienter aus der Laienspielgarde ist sich zusammen mit den übrigen sieben Bühnenakteuren in der Einschätzung einig: Kurzweil von A bis Z ist angesagt. Wenig Zeit zum Luftholen. Ansonsten Freude pur. Am ersten Weihnachtsfeiertag ist im Dorfgemeinschaftshaus Premiere.

Der Feinschliff käme erst in einigen Tagen, vom Kirremachen halte niemand im achtköpfigen Ensemble etwas, dazu seien alle schon seit vielen Jahren "bühnenerprobt", sagt Edith Schneider. Auf keinen Fall grundlos, denn in Käshofen wird zum 31. Mal gespielt und im letzten Jahr konnte Karl Hoffmann "es Edith" dafür extra ehren und auszeichnen. Jeder wisse, wie der Hase laufe, ist auch Wolfgang Schwenks Einschätzung. "Wolle", wie dieser liebevoll von den anderen genannt und gerufen wird muss es gleichfalls wissen, zählt doch auch er wie Lore und Klaus Marhöfer, Ute Hoffmann und Karl Hoffmann, Petra Vollmar oder auch Andreas Mohrbach zum Stammen des Laienspielensembles. Allerdings, mitunter müssten mehr Rollen als in diesem Jahr besetzt werden und deshalb überrasche es auf keinen Fall, dass schon über 50 Dorfbewohner mit dem Rollenspiel engen Kontakt gehabt habe. Für den Virus "Theaterspiel" sorgte 1990 Adolf Höh. Ein Mitbürger, der mit der Umschreibung "ein echtes "Original" wohl am treffendsten zu beschreiben ist. Adolf Höh war Fußballfan des FC Homburg und fuhr mit dem Schlepper über den Karlsberg zum Stadion. Das verärgerte so manchen Förster, was Adolf Höh allerdings nichts ausmachte. Diese und viele andere Erlebnisse verarbeitete Höh vielmehr in einem selbst geschriebenen Theaterstück. "Das friedliche Dorf", so der Titel und allein für diese Theaterpremiere war das Aufgebot an Akteuren riesig. "Wir hatten kaum Platz hinter den Kulissen, denn der Stoff ist für 17 Mitwirkende geschrieben worden", erinnert sich Karl Hoffmann. Diesen juckt es, selbst ein Höhs Fußstapfen zu treten. Diesmal steht der Schwank von Bernd Gombold auf dem Spielprogramm und Klaus Marhöfer ist jetzt schon ganz aus dem Häuschen, weil sich jeder in den zugewiesenen Rollen richtig austoben könnte. "Alles nur fürs Publikum, versteht sich", sagt Marhöfer, der meist mit besonderer sprachlicher Überraschung aufwartet.

Neben der Premiere am ersten Weihnachtsfeiertag, 20 Uhr, werden die Akteure am 2. und 9. Januar, ebenfalls um 20 Uhr, für Furore sorgen. Wie immer regelt Edith Schneider unter der Telefonnummer (0 63 37) 18 06 den Kartenvorverkauf täglich von neun bis 14 Uhr. Sieben Euro kostet die Eintrittskarte.