Ein Paradies auch für Hunde

In Niederauerbach fühlen sich nicht nur die Menschen wohl. Die herrliche Natur erfreut auch die Hunde, die mit ihrem Frauchen oder Herrchen hier spazieren gehen. "Ein beliebtes Ziel ist das Heilbachtal und dort besonders das Naturfreundehaus", sagt Christine Riegel, die seit 1986 in dem Zweibrücker Stadtteil lebt

In Niederauerbach fühlen sich nicht nur die Menschen wohl. Die herrliche Natur erfreut auch die Hunde, die mit ihrem Frauchen oder Herrchen hier spazieren gehen. "Ein beliebtes Ziel ist das Heilbachtal und dort besonders das Naturfreundehaus", sagt Christine Riegel, die seit 1986 in dem Zweibrücker Stadtteil lebt. Aber auch der Themenweg in Richtung Fasanerie oder dem Zweibrücker Campingplatz lade zum Wandern ein. Die 47-Jährige lebt gerne in Niederauerbach. Durch ihren Mann habe sie hier auch sehr schnell Kontakte knüpfen können, erklärt sie. Was würde sie Gästen in dem Ort zeigen? Ganz spontan fällt Riegel da die Kaserne ein, in deren Nähe sie auch wohnt. Die Militärgeschichte des Ortes geht bis in die Römerzeit zurück. So wurde Anfang der zwanziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts eine Anlage aus dieser Zeit beim Bau der Garnison in der Gemarkung "In der Acht" ausgegraben. Die Kaserne wird seit über 40 Jahren von der Bundeswehr genutzt. Eine besondere Verbindung hat Riegel auch zu dem Fußballverein SVN Zweibrücken, der Niederauerbach nicht nur durch das jüngste DFB-Pokal-Spiel gegen den Bundesligisten Mainz, gegen den der Verein gerade auch durch unglückliche Schiedsrichterentscheidungen unterlag, bekannt machte.So hat ihr jüngster Sohn bei den Bambinis des Vereins gespielt, bevor er nach Hornbach wechselte. Die Geburtsstunde der "Blauen" schlug im Jahr 1929, als der Sportverein Langermann gegründet wurde, gefördert von Albert Haag, dem Direktor der örtlichen Schuhfabrik. 1933 wurde der Verein in SV Niederauerbach umbenannt. Mit Heiner Semar gelang es den Auerbachern vor einigen Jahren, einen großen Sponsor an Land zu ziehen, der erst das "Wunder" der letzten Jahre ermöglichte, das mit dem Aufstieg in die Oberliga vorerst seinen Höhepunkt fand. Sehenswert sei auch die Zwinglikirche. Diese wurde1755 vom schwedischen Hofbaumeister Jonas Erikson Sundahl gebaut und trägt den Namen des Reformators Ulrich Zwingli. Das Gasthaus "Alte Brauerei Grund" liegt direkt gegenüber und sei ein beliebter Treffpunkt für die Menschen im Dorf. Riegels Herz gehört vor allem den Hunden. So bietet sie seit April eine Therapie für Problemhunde an. Sie hat hierfür eine spezielle Ausbildung im Bereich des SDTS (Speechless Dogtrainingsystem) bei Hundewelten absolviert. Es handelt sich dabei um Vierbeiner, die beispielsweise an der Leine ziehen, Aggressionen gegen ihre Artgenosse oder gar gegen Menschen hegen. Die Niederauerbacherin kümmert sich ebenfalls um Hunde, die nicht im Auto mitfahren wollen.

"Die Therapie verläuft ohne Gewalt, Hilfsmittel oder Sprache", stellt sie klar. Einzig der Blick und die Aufmerksamkeit für das Tier seien entscheidend. Selbstverständlich hänge der Erfolg auch vom Halter des Tieres ab, um den sich auch ein wichtiger Teil ihrer Arbeit dreht. So soll dieser Sicherheit und Führung vermitteln. Auf das Alter des Hundes komme es nicht an: "Er lernt in seinem ganzen Leben. Es fällt ihm leicht, etwas Neues zu machen." Vor der Therapie erfolge zuerst ein Beratungsgespräch, damit sich die Beteiligten kennenlernen und die Probleme erörtert werden können.