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Ein neues Zentrum unter freiem Himmel

Ein neues Zentrum unter freiem Himmel

Zweibrücken. "Das ist sehr gut eingeschlagen", sagt der Leiter des Johann-Hinrich-Wichern-Hauses, Raphaël Baumann. "Das wird sehr gut angenommen", ergänzt der Ergotherapeut und Bereichsleiter Beschäftigung des Alten- und Pflegeheims, Horst Rojan. Die Rede ist vom Garten der Sinne im Johann-Hinrich-Wichern-Haus, dessen Gestaltung vor einem Jahr mit dem Spatenstich begann

Zweibrücken. "Das ist sehr gut eingeschlagen", sagt der Leiter des Johann-Hinrich-Wichern-Hauses, Raphaël Baumann. "Das wird sehr gut angenommen", ergänzt der Ergotherapeut und Bereichsleiter Beschäftigung des Alten- und Pflegeheims, Horst Rojan. Die Rede ist vom Garten der Sinne im Johann-Hinrich-Wichern-Haus, dessen Gestaltung vor einem Jahr mit dem Spatenstich begann.Ende Juni wurde der 750 Quadratmeter große Sinnesgarten eröffnet. Seitdem haben sich nach Aussage von Horst Rojan viele Aktivitäten in den Garten verlegt. Doch der Garten dient den Bewohnern der Einrichtung der Inneren Mission und Besuchern nicht nur als Möglichkeit zum Flanieren. Es habe sich auch eine Gruppe gebildet, die sich um den Garten kümmert. Im Sommer wurden die Pflanzen gegossen und die Beete wurden in Ordnung gehalten. Neben den Bewohnern, die aktiv im Garten arbeiten, gebe es auch einige, die Ratschläge geben. Sinnvoll sei auch die Anlage des Hochbeets gewesen, sagt Rojan. Denn dadurch können auch Menschen im Rollstuhl den Garten benutzen. Im Juli wurden auch so genannte Wasserspringschalen installiert. "Die Klangschale ist ein Magnet für die Bewohner", erklärt Rojan. Die Klangschalen regen Auge und Ohr an. Die Anregung der Sinne war auch ein Anlass für die Anlage des Gartens, erläutert Baumann den Garten. Der Garten regt für die Flaneure den Geruchssinn an. Und der Steingarten ist zu ergreifen.

Die Wellensittiche, die jetzt wieder im Haus sind, waren im Sommer in der großen Vogelvoliere. "Dadurch sind viele andere Vögel angelockt worden", sagt Rojan. Der zusätzliche Effekt der Voliere sei für die Spaziergänger im Garten angenehm. Die Vögel regten auch eine weitere Aktivität an. "Eine Gruppe unserer Bewohner hat im Laufe des Jahres Nistkästen und in den letzten Wochen ein großes Vogelfutterhaus gebaut", erzählt Rojan.

Der Mitarbeiter des Altenheims wünschten sich auch einen größeren Kontakt und Austausch mit einheimischen Obst- und Gartenbauvereinen: "Der Garten lebt von immer neuen Ideen und entwickelt sich entsprechend weiter. Da wären Ratschläge nützlich." Rojan hat mit einem Bauernbeet schon eine Idee, die er umsetzen möchte.