Ein brennendes Thema

Fast jeder hat schon einmal Sodbrennen gehabt und meint auch die Ursachen zu kennen, behandelt sich also erst einmal selber. „Doch es gibt Ursachen, die der Patient nicht selber beheben kann und, sucht er keinen Arzt auf, wird er in der Folge unter erheblichen, nicht ungefährlichen Erkrankungen leiden.

" Privatdozent Dr. Peter Schiedermaier, Chefarzt der Inneren Medizin/Gastroenterologie (Zitat), Privatdozent Dr. Dieter Birk, Chefarzt Chirurgie, und Oberarzt Dr. Peter Djalali referierten am Evangelischen Krankenhaus Zweibrücken über neue Behandlungsmethoden der Refluxkrankheit, besser bekannt als Sodbrennen, und seine Folgen. Anstatt also jahrelang Sodbrennen ohne anhaltenden Erfolg selbst zu behandeln, sollten Betroffene einen Arzt aufsuchen. Säuremessung und eine Magenspiegelung sind dann erste Maßnahmen. Die Ursache für Sodbrennen liegt am Übergang von Speiseröhre und Magen: Der Verschlussmechanismus funktioniert nicht mehr richtig. Genügt die medikamentöse Behandlung nicht oder liegt sogar ein Zwerchfellbruch vor, können operative Maßnahmen nötig werden. Die "Knopflochchirurgie" erschließt neue Möglichkeiten. Man könne einen Schrittmacher für den Magen und die Speiseröhre einsetzen, einen Magnetring verwenden oder bei einem Zwerchfellbruch diesen mit einem biologischen Netz verschließen. Auf jeden Fall sei bei chronischem Sodbrennen und seinen Folgen Hilfe möglich. Jede Magenspiegelung sei zudem auch eine Krebsvorsorge. Denn die chronische Verätzung der Speiseröhrenschleimhaut könne über das "Barrettgeschwür" zu einer Krebserkrankung entarten.