Eichert: FWG in den Landtag

Wallhalben. Die FWG (Freie Wählergruppe) sollte auf alle Fälle bei der nächsten rheinland-pfälzischen Landtagswahl antreten. Das fordert Martin Eichert, der Vorsitzende der Gruppe in der Verbandsgemeinde Wallhalben, in einem Gespräch mit dem Pfälzischen Merkur: "Wir brauchen ein Sprachrohr in Mainz

Wallhalben. Die FWG (Freie Wählergruppe) sollte auf alle Fälle bei der nächsten rheinland-pfälzischen Landtagswahl antreten. Das fordert Martin Eichert, der Vorsitzende der Gruppe in der Verbandsgemeinde Wallhalben, in einem Gespräch mit dem Pfälzischen Merkur: "Wir brauchen ein Sprachrohr in Mainz." Das könnte auch bei dem Kampf um den Erhalt der Verbandsgemeinde von großem Nutzen sein. Die Pläne der Landesregierung, diese zu zerschlagen, werden nach Auffassung Eicherts auch ein zentrales Thema im Wahlkampf 2011 sein.Im gleichen Jahr steht auch die Wahl des Verbandsbürgermeisters in Wallhalben an. "Ich wünsche mir, dass unser Bürgermeister Berthold Martin wieder antritt", appelliert der Vorsitzende an seinen Parteikollegen. Dieser könne eine hervorragende Arbeit vorweisen. "Ich sehe niemanden, der Martin das Wasser reichen könnte", lobt der Schauernberger den amtierenden Verwaltungschef. Ein Wechsel an der Spitze, würde zudem den Untergang der ganzen Verbandsgemeinde bedeuten.

Der FWG-Chef glaubt fest an den Erhalt der Kommune: "Wir werden uns rege an der Umfrage beteiligen und die Bürger über die Bedeutung der Verbandsgemeinde aufklären." Er geht davon aus, dass sich die Menschen auf der Sickinger Höhe "nicht entmündigen lassen werden". Eine Auflösung bedeute einen Verriss der gewachsenen Struktur.

Die FWG werde auch für den Bestand der Schule kämpfen. Der Kreis habe zugesichert, dass jede Schule in seinem Bereich im Bestand gesichert werden solle. Der Landkreis, der künftig die Trägerschaft übernehmen soll, müsse allerdings die Wallhalber Schule auch attraktiv halten. Bis 2013 sollte die Einrichtung einer Oberstufe geprüft werden. In den nächsten Wochen müsse vor allem geklärt werden, ob das Verbundsystem mit der örtlichen Grundschule, deren Trägerschaft auf jeden Fall bei der Verbandsgemeinde verbleiben sollte, aufrecht erhalten werden kann.

Weitere Schwerpunkte der Arbeit sehen die Freien Wähler in der Ausweisung neuer Radwege, der Landgrafenmühle, der Versorgung der Menschen mit einem schnellen Internetanschluss und der Einrichtung eines Bürgerbusses. Außerdem müsse geklärt werden, wo in der Verbandsgemeinde Windräder errichtet werden dürfen. "Investoren rennen uns die Türen ein", berichtet Eichert, der aber mit solchen Anlagen das Tourismuskonzept nicht gefährden will. "Wir brauchen ein Sprachrohr in Mainz."

Martin Eichert