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Ehresmann empört über persönliche Angriffe in Winterbach

Ehresmann empört über persönliche Angriffe in Winterbach

Winterbach. Das Winterbacher Ratsmitglied Alfred Ehresmann (Foto: pm) ist schockiert über die persönlichen Angriffe von Ortsbürgermeister Willi Schwarz während der letzten Weihnachtsfeier. Dieser soll im Beisein von Gästen das Abstimmungsverhalten von einigen Gemeinderäten gerügt und dabei Ehresmann attackiert haben

Winterbach. Das Winterbacher Ratsmitglied Alfred Ehresmann (Foto: pm) ist schockiert über die persönlichen Angriffe von Ortsbürgermeister Willi Schwarz während der letzten Weihnachtsfeier. Dieser soll im Beisein von Gästen das Abstimmungsverhalten von einigen Gemeinderäten gerügt und dabei Ehresmann attackiert haben. Hintergrund ist eine Änderung der Außenbereichssatzung für den Herrenwalderhof, die vom Rat mehrheitlich abgelehnt wurde. Sie sollte wegen einer Veranda, eines Überstandes und eines errichteten Grillkamins angepasst werden (wir berichteten). "Nur wenn das Bauvorhaben nachvollziehbar zum Wohle der Gemeinde und außerdem rechtmäßig ist und andere Gemeindemitglieder nicht unnötig belastet werden, stimme ich natürlich zu", stellt Ehresmann klar, dass er für seine Ablehnung Gründe hatte. Im Rahmen der öffentlichen Anhörung hat der Wasserversorgungsverband Sickingerhöhe-Wallhalben argumentiert, dass das Gebiet mit Trink- und Löschwasser nicht ausreichend versorgt sei.Ehresmann betont in seiner Stellungnahme, dass er sein Amt als Ratsmitglied "nach freier und nur durch die Rücksicht auf das Gemeinwohl bestimmter Gewissensüberzeugung ausübt".

Der genaue Grund der persönlichen Angriffe des Bürgermeisters seien ihm unklar.

"Nach der Weihnachtsfeier war ich wegen der Äußerungen sehr verärgert und habe kurzfristig überlegt, aus dem Gemeinderat auszutreten", so der Winterbacher. Durch seine Wahl als Ratsmitglied habe er allerdings eine Verpflichtung übernommen: "Nach ruhiger Überlegung habe ich mich dann entschlossen, dieser weiter nachzukommen."

Die Vorfälle seien dann in einem anonymen Brief gegipfelt, der Ehresmann zwei Tage vor Heiligabend zugestellt wurde. Der Inhalt passe zu den ganzen Vorkommnissen: "Ich möchte nicht den Inhalt wiedergeben oder über den Absender spekulieren, der wohl nicht im Gemeinderat zu suchen ist. Der Brief zeugt nicht nur von schlechtem Stil, sondern könnte auch juristisch relevant sein." Der Niedershausener appelliert, auf freundschaftliche, konstruktive Diskussionsbeiträge zurückzukommen, die weder im Ton noch im Inhalt verletzend sein dürften. nob