E-Tankstellen in der Region : Wo das Zweibrücker Land  elektrisch ist

In Bechhofen, Contwig und Hornbach wurden bisher Ladesäulen für E-Autos installiert.

Das Anschaffen und Nutzen von Fahrzeugen mit elektronischem Antrieb wird vom Staat mit vielen Programmen forciert und gefördert. Einen staatlichen Zuschuss in Höhe von 900 Euro pro Ladestation gibt es jetzt sogar für die Installation einer solchen auf dem eigenen Grundstück. Die Kreditanstalt für Wiederaufbau, kurz KfW genannt, ist dafür Ansprechpartnerin. Öffentliche E-Tankstellen gibt es in drei Orten der Verbandsgemeinde Zweibrücken-Land. Bechhofen, Contwig und Hornbach. 

„Wir haben sofort die Hand gehoben, als von der Pfalzwerke Netz AG in Ludwigshafen das Angebot kam, eine öffentliche Ladestation zu installieren“, erzählt Bechhofens Ortsbürgermeister Paul Sefrin. Beim ersten Ausrüstungsschritt des Energieversorgers sei man zwar nicht dabei gewesen, doch inzwischen sind auf dem Dorfplatz in der Mitte des alten Ortsteils zwei Parkplätze extra für Elektrofahrzeuge reserviert, die ihr Auto an der Elektrotankstelle des vorderpfälzischen Energieunternehmens aufladen wollen. Mit Ökostrom versteht sich. Nach anfänglicher kostenfreier Stromabgabe inzwischen gegen ein entsprechendes Entgelt.

In welchem Umfang die stationäre Stromtankstellegenutzt wird. vermag Paul Sefrin nicht zu sagen, weil es für die Ortsgemeinde dafür keinen entsprechenden Zugriff gibt. Aber hie und da sei feststellbar, dass Kunden sich der Lademöglichkeit bedienen. Seit der Bezuschussung von privaten Ladestationen durch den Bund würden auch verstärkt Anfragen an ihn als Ortsbürgermeister gerichtet, erzählt Sefrin. Überhaupt sei die Zunahme an Elektrofahrzeugen unterschiedlichen Typs im Dorfbild feststellbar. „Wenn da plötzlich ein Auto ohne Motorengeräusch im Ort an dir vorbeirollt, dann ist ein Zusammenzucken schon möglich, weil halt noch ungewohnt. Aber ich glaube, an diesen Wandel müssen wir uns wohl gewöhnen. Auf jeden Fall sind wir als verantwortliche Kommunalpolitiker froh darüber, dass wir in der Hinsicht mit dem kostenfreien Bau der Ladestation für Elektroautos frühzeitig einen Umweltbeitrag leisten konnten.“

Wichtig sei für Bechhofen als zweitgrößte Ortschaft in der Verbandsgemeinde Zweibrücken-Land gewesen, an einem zentralen Ort, für alle Benutzer einfach und zugänglich, diese Ladestation zu haben. Noch im letzten Jahr wurde bei der Kerwerede über diese Absicht gefrotzelt, doch die Entwicklung habe bewiesen, dass es nicht falsch gewesen sei, sich rechtzeitig um eine solche Einrichtung für die Allgemeinheit zu bemühen. Der Dorfplatz mit seinen 20 Parkplätzen sei ein zentraler Punkt, im gültigen E-Atlas für Elektroautonutzer ist die Ladestation für Bechhofen auch verzeichnet. „Als Bürgermeister einer zukunftsorientierten Gemeinde war es mir ein großes Anliegen hier von allem Anfang an dabei zu sein. Das ist uns gelungen und darüber sind wir froh“. 

Ähnlich die Äußerungen von Stadtbürgermeister Reinhold Hohn aus Hornbach. Für diesen war es gleichfalls wichtig, mit bei den ersten Anbietern einer solchen Ladestation dabei zu sein. „In unsere Klosterstadt kommen viele Besucher von überall her. Da war es uns selbstverständlich wichtig, auch den Nutzern von Elektroautos die Möglichkeit des Ladens anzubieten. Mit der Ladestelle auf der Parkfläche bei der Stadtmauer, in unmittelbarer Nähe der historischen Hieronymus-Apotheke haben wir gleichfalls einen zentralen Punkt der Lademöglichkeit.“ 

Reinhold Hohn merkt in diesem Zusammenhang auch an, dass die Eigentümer des zu normalen Zeiten viel besuchten Kloster Hotels, die Familie Lösch, selbstverständlich auch rechtzeitig die Zeichen der Zeit erkannt haben und auf deren Gelände gleich zwei solcher Ladestationen installiert seien. Eine für Tesla-Fahrzeuge ganz speziell und eine für sonstige Fahrzeuge mit Elektroantrieb. 

 Rechtzeitig den Finger gestreckt und zum Zug gekommen ist selbstverständlich auch die größte Ortschaft in der Verbandsgemeinde Zweibrücken-Land, Contwig. Die öffentliche Ladestation, gleichfalls von der Pfalzwerke Netz AG betrieben, befindet sich in Nähe des Warmfreibades der Verbandsgemeinde, abgesetzt vom Wasgau-Parkplatz, einer stark frequentierten Örtlichkeit in der großen Schwarzbachtalortschaft.