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Drei Sieger beim Naturwettbewerb der VG Zweibrücken-Land

Käshofen/Zweibrücken : Naturpreise für Kindergärten

Die Verbandsgemeinde Zweibrücken-Land hat die Sieger des Naturwettbewerbes bekannt gegeben.

Die Kindergärten aus Dellfeld und Großsteinhausen sind zusammen mit der Grundschule Wiesbach die Preisträger des diesjährigen „Naturwettbewerbs“, den die Verbandsgemeinde Zweibrücken-Land auslobt hatte. Bei der jüngsten Umweltausschusssitzung der Verbandsgemeinde Zweibrücken-Land, Tagungsort ist das Dorfgemeinschaftshaus in Käshofen gewesen, stellte das Ratsmitglied Tim Scherer (Grüne/Bündnis 90) aus Bechhofen die drei Siegerarbeiten inhaltlich  den Ausschussmitgliedern vor. Für jeden der drei Wettbewerbsteilnehmer gibt es einen Geldpreis in Höhe von 500 Euro.

„Der Anfang ist gemacht, wir wollen auch künftig mit solchen Wettbewerben das Umweltbewusstsein der Kinder schärfen“, stellte in einem Gespräch mit dem Pfälzischen Merkur der Umweltausschussvorsitzende Bernd Hofer (Grüne/Bündnis 90) fest. „Die Jury hatte es diesmal einfach, drei Teilnehmer, drei Sieger – mit dem Preisgeld werden die Kindergärten in Dellfeld und Großsteinhausen wie auch die Carl-Orff-Grundschule Wiesbach sicher etwas anfangen können. Entscheidend ist, dass die Wettbewerbsteilnahme den Kinder Riesenfreude bereitet hat, das konnten wir an den vorgelegten Arbeiten unschwer erkennen und entsprechend würdigen.“

Der Kindergarten in Großsteinhausen hat sich der Zielsetzung Umwelt schon seit Langem mit Haut und Haaren verschrieben. Ortsbürgermeister Volker Schmidt dazu: „Wir sind unserer Leiterin Marlene Burgey zusammen mit ihrem Team dafür mehr als dankbar. Nach Kräften haben wir immer wieder die Arbeit im Rahmen unserer Möglichkeiten unterstützt und auch die Eltern dabei miteinbeziehen können.“

An Beispielen mangelt es Volker Schmidt nicht, um diese Feststellung nachhaltig zu untermauern. Am Ortsrand beispielsweise seien Kartoffeln im Frühjahr gesetzt, bis zur Ernte hin gehegt und gepflegt und letztendlich im Herbst bei einem kleinen Fest zusammen mit den Eltern geerntet worden.

„Einmal haben wir den Kindern dabei sogar demonstrieren können, wie schwierig die Ernte vor Jahrzehnten noch mit dem zweizinkigen Karst (Kartoffelhacke) war und welche Erleichterungen bereits die Ernte mit der „Kartoffelhexe“ gewesen ist, welche das Ackergold mechanisch aus der Erdfurche ans Tageslicht beförderte, so dass nur noch das Auflesen eine schweißtreibende Arbeit blieb.“

Die vorgelegten Wettbewerbsarbeiten stellte das Ratsmitglied Tim Scherer aus Bechhofen im Ausschuss vor. Er ging dabei auch auf die Arbeiten der weiteren Teilnehmer ein. Ein Hochbeet war beim Kindergarten Dellfeld angelegt worden. Gemüse wurde dort gepflanzt und geerntet. Dabei belegt das Anschauungsmaterial des Kindergartens, dass die Kleinen durchaus tatkräftig zu Werke gingen.

In der Arbeit der Grundschule Wiesbach stand Blumensamen im Mittelpunkt. Dafür war es notwendig, sich sogar ganz besondere Samenkörner zu besorgen. Neben dem alltäglichen Blumensamen brachten die Grundschüler auch solchen aus, wie sie auf der Raumstation ISS für Forschungszwecke verwendet wurde. In Videoaufnahmen dann kamen die Wachstumsunterschiede deutlich zum Ausdruck. Klar, der Weltallsamen löste ein viel schnelleres Pflanzenwachstum aus. Die Preisverleihung wird demnächst Bürgermeister Björn Bernhard  (CDU) vornehmen. 

Dieser wird in der Oktobersitzung des Verbandsgemeinderates (8.10.) auch die Gründung einer Energiegesellschaft vorschlagen, wie sie jetzt die Ausschussmitglieder als Empfehlung beschlossen haben. Bernd Hofer (Grüne/Bündnis 90): „Allein die Dachflächen der öffentlichen Gebäude zur Verfügung zu stellen wäre eine Möglichkeit aber wenig erträglich, mit eigenem Personal eine Energiegesellschaft erfolgreich arbeiten zu lassen nicht möglich. Deshalb haben wir uns für eine Zusammenarbeit mit einem bereits etablierten Versorger ausgesprochen. Entsprechende Gespräche führten Bürgermeister Björn Bernhard und ich mit der WVE und darüber werden wir in der kommenden Sitzung die Verbandsgemeinderatsmitglieder informieren.“