Dorfgemeinschaftshaus droht Aus

„Wir wollen ein solidarischer Partner der Verbandsgemeinde und des Kreises bleiben. Doch unseren Ideen werden Grenzen gesetzt.“ So beklagte Bechhofens Ortsbürgermeister Paul Sefrin etwa, dass es nach wie vor keinen Bike-Park gibt.

"Die Falttür funktioniert nicht mehr, die Decke ist beschädigt und das Flachdach ist undicht", wies Bechhofens Bürgermeister Paul Sefrin beim Neujahrsempfang des CDU-Ortsverbands am Dienstagabend auf gravierende Mängel am "in die Jahre gekommenen" Dorfgemeinschaftshauses hin. Er kündigte in seiner Rede an, dass die Gemeinde in diesem Jahr den dritten Anlauf nehme, einen Zuschuss für die 250 000 Euro kostende Sanierung zu bekommen.

Die energetische Sanierung, die Erneuerung Heizung und der Fenster seien ebenfalls notwenig. Doch vonseiten der Kommunalaufsicht heiße es nur, dass die Maßnahme die Leistungsfähigkeit der Gemeinde gefährde. "Wenn aber nichts gemacht wird, droht die Schließung des Dorfgemeinschaftshauses", befürchtet der Bürgermeister. Mit Blick auf die Verbandsgemeinde beklagte Sefrin: "Die Fördergelder fließen nur ins Schwarzbachtal." Zur Bekräftigung dieser Kritik führte der Bechhofer Bürgermeister zwei Beispiele aus dem Tourismusprogramm auf. Für Bechhofen steht ein Bike-Park drin, für Contwig ein Wasserspielplatz. "Der Wasserspielpark gibt es, den Bike-Park nicht", stellte er nüchtern fest. Und ob er komme, sei bislang völlig offen.

"Wir wollen ein solidarischer Partner der Verbandsgemeinde und des Kreises bleiben. Doch unseren Ideen werden Grenzen gesetzt." Dabei biete Bechhofen viel, wie der Bürgermeister berichtete.

So könne die Gemeinde mit Blick auf den Kindergarten zuversichtlich in die Zukunft schauen. Das Außengelände sei erneuert und der Umbau mit Errichtung einer Fluchttreppe stehe vor dem Abschluss. Durch die Treppe konnte der Kindergarten auf sechs Gruppen bis 115 Kinder erweitert werden. "Damit haben wir die größte Einrichtung in Zweibrücken-Land." Das Geld in den Umbau sei gut investiert.

Ortsbürgermeister Sefrin erwähnte in seiner Ansprache ferner noch den funktionierenden Gemeindebauhof, den Friedhof, an dem ein Parkplatz angelegt worden sei, die Leichenhalle, den Ausbau von Gemeindestraßen oder ein mithilfe eines Erschließungsträgers mögliches Baugebiet.

Auch die Vorsitzende des CDU-Ortsvereins Angelika Küttner hatte bei ihrem Blick in die Zukunft neben Deutschland und der Welt auch das Lokale im Auge. So würden das Dach des Dorfgemeinschaftshauses und die Heizung der Grundschule erneuert. Und in der Verbandsgemeindeverwaltung werde das Betriebsklima durch einen Mediator verbessert. "Und dann gewinne ich im Lotto" - mit dieser Bemerkung schloss Küttner ihren Ausblick.