Dorffest Martinshöhe: Gewinner gelost Der Ortsbürgermeister als Geldbote

Der Hauptgewinn des 30. Dorffests von Martinshöhe geht in den Zweibrücker Vorort Mörsbach. Darüber freuten sich nicht nur die Gewinner, sondern vor Ort schnell auch der Überbringer.

 Bürgermeister Hartwig Schneider übergibt an den strahlender Gewinner des diesjährigen Dorffestes den Hauptpreis. Daniel Peifer nimmt strahlend die 500 Euro entgegen. Daneben seine Mutter Sabine.

Bürgermeister Hartwig Schneider übergibt an den strahlender Gewinner des diesjährigen Dorffestes den Hauptpreis. Daniel Peifer nimmt strahlend die 500 Euro entgegen. Daneben seine Mutter Sabine.

Foto: Norbert Schwarz

Martinshöhe/Mörsbach Mit dem 30. Dorffest hat Martinshöhe jetzt auch ein Jubiläum gefeiert. Von allem Anfang an sind Geldpreise als Hauptgewinne verteilt worden. Jetzt machte sich der Martinshöher Ortsbürgermeister Hartwig Schneider auf, um den diesjährigen Hauptgewinn in Zweibrücken-Mörsbach abzugeben. Beim Namensschild „Peifer“ in der Talstraße läutete Schneider und konnte bei der Preisübergabe feststellen, dass die 500 Euro bei den Peifers als Umbaugeld gut angelegt sind.

„Hereinspaziert, Sie sind sehr willkommen“, so die Begrüßung für Hartwig Schneider. Der Martinshöher Ortsbürgermeister hatte dieses Wochenende einen außergewöhnlichen Dienstgang zu unternehmen. Übergabe des Haupreises (500 Euro) vom diesjährigen Dorffest, dem 30. Fest seiner Art überhaupt.

Die Verbandsgemeindekasse hatte das notwendige Kleingeld besorgt. Im weißen Dienstkuvert befanden sich zehn Scheine à 50 Euro. Die Freude darüber ist im Haus Peifer in der Talstraße groß gewesen, denn dort stehen umfangreiche Umbauarbeiten beim Wohnhaus an. „Hoppla, da bin ich doch genau an die richtige Adresse geraten“, stellte nach dieser Erkenntnis das Martinshöher Gemeindeoberhaupt mit strahlendem Gesicht feststell. Was er für die Nachwelt auch in den Tagesnotizen zum Dorffest entsprechend vermerken und festhalten wird. 

Viele Besucher hatten vorletzten Sonntag die Auslosung des Hauptgewinns zum Jubiläumsdorffest in der herrlichen Grünanlage bei den Wassertürmen am Dorfende von Martinshöhe in Richtung Landstuhl gespannt mitverfolgt. Bei einem heimischen Geldinstitut hatten sich die Martinshöher Festorganisatoren die passende, gläserne Lostrommel besorgt. Weit mehr als 4000 Losabschnitte waren in die runde, durchsichtige Trommel gefüllt worden. Kräftige Männerarme besorgten das Trommeldrehen, damit auch alle Lose gut durchgemischt wurden. Die siebenjährige Nele Schley, ein Enkelkind des Ortsbürgermeisters, durfte Glücksfee spielen und als erste Loshandlung des Hauptgewinn ziehen. Der Name von Daniel Peifer war auf dem Abschnitt vermerkt, und per Mikrophon gab Hartwig Schneider den Namen des Preisträgers unter dem Applaus der Dorffestbesucher bekannt.

Seit vielen Jahren schon ist der Loserwerb zu einem Martinshöher Dorffest sozusagen Ehrensache. Daniels Mutter Sabine klärt kurz auf. In einer Kirrberger Bäckerei, wo viele Mörsbacher ihr Brot kaufen würden, habe mal eine Martinshöher Verkäuferin gearbeitet, die vor den Dorffesttagen stets Lose verkauft habe. Damals war der Losverkauf noch über die Dorfvereine organisiert. Als überzeugte Martinshöher Dorffestbesucher habe sich daran in allen Jahren nichts geändert. Auch jetzt kaufte Sabine Peifer ein Dutzend Lose und füllte den Abschnitt entsprechend aus. Auf den Namen des Sohnes wie den eigenen. Die kleine Glücksfee zog den passenden Abschnitt, wie Sabine Peifer strahlend bei der Preisübergabe vermerkte.

Zusammen mit weiteren Familienmitgliedern besuchen die Mörsbacher Peifers gern die Martinshöher Dorffeste. Die Anlage, die Gastfreundlichkeit, das gute Essen, es passe alles bestens zusammen. Kleinere Preise hatten sie schon in der Vergangenheit hie und da gewonnen, den Hauptpreis zu ergattern, das sei ein kleiner Traum gewesen. Am Samstag zu den Klängen der „Hüttenrocker“ habe man gut in Martinshöhe beim 30. Jubiläumsdorffest gefeiert und dass jetzt der Ortsbürgermeister zur Preisverleihung nach Mörsbach in die Talstraße kommen würde – das sei einfach der Hammer.

Annerose Krieger aus Bruchmühlbach-Miesau gewann den zweiten Preis, der mit 250 Euro dotiert ist. Preis Nummer drei ging an Marc Gessner aus Winterbach, der 150 Euro gewann.

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