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Diskussion über Zugangstreppe zum DGH Krähenberg

Ortsgemeinderat Krähenberg : Diskussion über die Zugangstreppe

Der Krähenberger Rat hat über Details bei der Sanierung des Dorfgemeinschaftshauses beraten.

  Großbaustelle ist im Augenblick das Dorfgemeinschaftshaus in Krähenberg. Mit einem geschätzten Kostenaufwand von 245 000 Euro wird derzeit das Haus vom Keller bis zum Dachfirst innen und außen saniert. Die Sanierungsarbeiten im Innern haben große Fortschritte gemacht. Seit Jahresbeginn sind die Handwerker auch außen am Werkeln und werden ihre Beiträge dazu leisten, dass das Dorfgemeinschaftshaus als fester Anlaufpunkt für die gesamte Dorfgemeinschaft, für die Jungen wie die Alten, zu einem echten Schmuckstück des Ortes wird. Ortsbürgermeister Thomas Martin ist froh darüber, dass alles nach Plan verläuft und die Ratsmitglieder bei allem voll mitziehen.

„Eine Viertelmillion in die Haussanierung zu investieren, das ist schon eine Hausnummer für eine kleine Gemeinde wie wir es sind“, stellt Ortsbürgermeister Thomas Martin nach der Ratssitzung vom Mittwochabend fest, als es einmal mehr um die Mitteilung zahlreicher Eilentscheidungen zu ebenso zahlreichen Arbeitsvergaben bei den Sanierungsarbeiten ging und zugleich den Außenlift, den barrierefreien Zugang oder der Frage „Wie wollen wir die Zugangstreppe beim Haupteingang gestalten?“. „Wenn wir jetzt nicht Mut haben und nochmals Geld für eine zum herausgeputzten Haus passende Treppe aufbringen, dann wird eine große Chance auf Jahrzehnte vertan“, hatte sich der erste Ortsbeigeordnete Walter Arzt klar positioniert und in Konstantin Saalfrank sofort einen glühenden Mitstreiter zur Seite bekommen. „Wir wollen da ja kein Schloss hinstellen, doch wenn wir es jetzt nicht machen, werden die Generationen danach nicht erneut mit Umbauarbeiten beginnen. Deshalb ist meine Devise: Nägel mit Köpfen, sonst hätten wir auch nicht die Überdachung aus Beton entfernen müssen“, legt der Ortsbeigeordnete bei den Diskussionen nach. Jürgen Triem gilt es zu überzeugen, der von Haus aus selbst aus der Baubranche (Architekt) kommt und vom ersten Tag darüber wacht, dass es mit den Finanzen stimmig bleibt.

Apropos Finanzen, dafür gibt es bei der Gesamtübersicht zum Vorhaben von Ortsbürgermeister Thomas Martin einmal mehr viel Lob, denn die Kostenschätzung aus dem Jahr 2016 kann eingehalten werden. „Das ist, wie jeder aus eigener Erfahrung weiß, schon gar nicht bei öffentlichen Vorhaben üblich“, stellt Martin fest und lässt im Nachhinein seinem Ärger nochmals darüber freien Lauf, dass das Land das Gemeindevorhaben lediglich mit 31 Prozent bezuschusst. „Unser sparsames Haushalten ist dafür die Ursache. Hätten wir Schulden, bekämen wir auch mehr Förderung. Das finde ich ungerecht“, sagt der Ortsbürgermeister leicht ergrimmt.

Geld einsparen für die Gemeinde wollen die Ratsmitglieder auch beim Gestalten der Außenanlage beim herausgeputzten Dorfgemeinschaftshaus. Konstantin Saalfrank zeigt auf, wie es machbar ist und durch Eigenleistung etliches Geld eingespart werden kann. Für die Sandsteinaußentreppe mit dem Lift  beim Haupteingang hat Saalfrank, gleichfalls selbst ein Baufachmann, Kosten in Höhe von 45 000 Euro ermittelt. Ortsbürgermeister Martin will mit der Verwaltung über einen Nachförderungsantrag an die ADD sprechen, bei der Daniel-Theysohn-Stiftung soll zudem für diesen Kostenaufwand gezielt ein Förderantrag gestellt werden, weil dieser gerade  älteren Menschen zugute kommt (Lift). Grundsätzlich aber soll es eine neue Sandsteintreppe beim Haupteingang geben und mit dem Lift wird ein barrierefreier Zugang möglich sein.

Aus dem Abschlussbericht zur überörtlichen Prüfung des Rechnungs- und Gemeindeprüfungsamtes bei der Kreisverwaltung Südwestpfalz zitierte Thomas Martin die Zusammenfassung. Das Anheben der Hundesteuer und eventuelle Änderungen beim Bestattungswesen werden wohl unumgänglich sein, mutmaßte der Vorsitzende und bereitete die Ratsmitglieder darauf vor, dass diese Punkte einmal mehr auf die Tagesordnung des Ortsgemeinderates kommen.