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Dietrichingen verpachtet den Gemeindewald an Firma aus der Eifel

Nach Dietrichinger Rats-Entscheidung : Diesen Mittwoch Info-Abend über Wald-Verpachtung

Das Land Rheinland-Pfalz stellt keine Förster ein, die dringend für die ordnungsgemäße Waldbewirtschaftung auch in den Gemeindewäldern benötigt würden. Stattdessen werden die Forstreviere vergrößert, wie jetzt die Gemeinden auf der „Hackmesserseite“ erfahren müssen.

Die Ortsgemeinde Dietrichingen ist nicht mehr bereit, diese Entwicklung mitzutragen. Nach reiflicher Überlegung und einem intensiven Abwägen der Vorgängen haben sich die Ratsmitglieder dazu durchgerungen, den Gemeindewald an das Waldwirtschaftsunternehmen Schmitz aus Ormont in der Eifel zu verpachten. Das hat einstimmig der Ortsgemeinderat entschieden.

Diesen Mittwoch, 30. September, wird Förster Uli Osterheld über die geplante Waldbewirtschaftung in Dietrichingen berichten. Alle interessierten Bürger sind zu dieser Gesprächsrunde ab 19 Uhr ins Dorfgemeinschaftshaus eingeladen. Ortsbürgermeisterin Ulrike Vogelgesang: „Da kursieren jetzt schon in unserer kleinen Gemeinde die tollsten Gerüchte. Die würden den Gemeindewald platt machen und lauter so Zeug. Nichts ist dran! Auch die vielen Selbstwerber, die wir noch immer in unserem Ort für Brennholz haben, werden weiter mit Holzeinschlag bedient werden können, wie das bisher der Fall gewesen ist. Auch darüber wird am Mittwochabend informiert.“

Nach Großsteinhausen und Hornbach ist Dietrichingen die dritte Ortschaft in der Verbandsgemeinde Zweibrücken-Land, die den Gemeindewald treuhänderisch in die Händen des Unternehmens gibt.

Derzeit stellt auch die Ortsgemeinde Winterbach (in der Verbandsgemeinde Thaleischweiler-Wallhalben) solche Überlegungen an, ist allerdings noch in der Prüfungsphase. Auch dort hat das Unternehmen Schmitz aus der Eifel den Gemeindeverantwortlichen ein Pachtangebot für den Gemeindewald unterbreitet.