Dorffest Partylaune bei jedem Wetter

Dietrichingen · Am Wochenende wurde in Dietrichingen wieder das Dorffest begangen.

Ob unter freiem Himmel, im Zelt oder im Dorfgemeinschaftshaus - beim Dietrichinger Dorffest ließ sich das Wochenende gemütlich verbringen.

Ob unter freiem Himmel, im Zelt oder im Dorfgemeinschaftshaus - beim Dietrichinger Dorffest ließ sich das Wochenende gemütlich verbringen.

Foto: Norbert Schwarz

Stimmungsvoll, begeisternd und mit früheren Dorffesten des Ortes auf keinen Fall vergleichbar. Es sei denn, man hat das Bürgerengagement im Auge und da kennt das Lob von Ortsbürgermeisterin Ulrike Vogelgesang keine Grenzen. Dabei, ließ die Ortsbürgermeisterin aus Sicherheitsgründen mit dem Aufziehen von dunklen Gewitterwolken den gesamten Festplatz räumen. Umzug ins benachbarte Dorfgemeinschaftshaus war am Samstagabend zum Dorffestauftakt angesagt und das klappte gleichfalls problemlos.

Bis dahin bot sich unter freiem Himmel ein idyllisches Bild am Platz beim Dietrichinger Dorfbrunnen mit seiner idyllischen Beleuchtung. Der grünende Platanenbaum mit seiner ausladenden Baumkorne, die im offenen Karree angeordneten weißen Festzelte mit den rundbogenförmigen Fensterwandteilen in den langen, seitlichen Zeltwandflächen, die mit der zum Dorfbrunnen hin offenen Seitenwand standen und so jedem einen ungehinderten Blick auf den gesamten Festplatz garantierten, waren trotz des bekannten EM-Fußballspektakels bestens besetzt, wie sich das die Ortsbürgermeisterin und ihr riesiges Helferteam im Vorfeld insgeheim erwünscht hatten.

Für diesen Moment die Entscheidung zu verkünden und dafür zu sorgen, dass alle aus Sicherheitsgründen sofort den Platz verlassen und die Feiergemeinde dafür in den großen Saal des benachbarten Dorfgemeinschaftshauses umzieht, sei ihr alles andere als leicht gefallen, versicherte am Sonntag in den frühen Nachmittagsstunden Ortsbürgermeisterin Ulrike Vogelgesang dem Pfälzischen Merkur. „Und dann ziehen die schweren Gewitterwollen mit Donnergrollen und Blitzen auch noch über unseren Festplatz hinweg, ohne sich so zu entladen, wie das an anderen Plätzen der Fall gewesen ist“, staunte sie.

Aber die Feiergemeinde hatte für die Sicherheitsvorkehrungen und die sich daraus ergebenden Maßnahmen volles Verständnis, der Traum von einer Finalteilnahme der deutschen Nationalmannschaft bei der Fußball-Europameisterschaft im eigenen Land bietet weiterhin viel Gesprächsstoff und feiern kann man in Dietrichingen sowieso bei jedem Wetter.

Dies galt insbesondere für den Sonntag, wo bereits frühzeitig zum Mittagstisch die Meldungen kamen: „Hooriche mit Schbecksoß leider ausverkauft!“ Dabei seien schon mehr Knödel im siedend heißen Wasser gegart worden als eigentlich vorgesehen. Manfred D. am großflächigen Grill konnte einmal mehr seine Erfahrung als Grillmeister einer bekannten Lokalität aus der Pirminiusstadt einbringen und Ortsbürgermeisterin Vogelgesang lobte zudem den eifrigen „Grumbeerebräter“ Björn Bernhard, der sich als Dorfbewohner wie viele bei der Veranstaltung helfend einbrachte und daran seine Freude hatte.

Am Tisch von Elsbeth und Bert, dem ehemaligen Ortsbürgermeister Gerd Zahler und Schuhplattelkollegen Helmut Klein zusammen mit ihren Ehefrauen wurde das Rad der Zeit bei diesem Dorffestereignis nochmals zurückgedreht und gern an die Zeit der Dietrichinger Frühlingsfesttage erinnert. Vergangenheit – klar, dennoch ist die Freude groß darüber, dass die Helferschar im Ort weiterhin groß ist und am Nachmittag bei der Kaffeetafel viele Dietrichinger Hausfrauen mit großartigen Kuchenkreationen einmal mehr zu beweisen wussten, dass Dorfgemeinschaft in Dietrichingen groß geschrieben wird. Zumal die Freude über ein gelungenes Fest noch immer „durch den Magen“ geht.

Die Musiker aus Trulben hatten beim Frühschoppen besondere Akzente gesetzt und die beiden Tanzgruppen des TV Hornbach überzeugten mit gekonnten Tanzdarbietungen beim gemütlichen Kaffeeklatsch.