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Die Ökumene mit viel Musik gefeiert

Die Ökumene mit viel Musik gefeiert

Beim ökumenischen Gottesdienst in Hornbach gab es viel Musik und viele Emotionen. Viele Gottesdienstbesucher waren berührt, als Monsignore Gerhard Poete und Pfarrer Hoffmann sich die Hände reichten und gemeinsam den Segen erteilten.

Die Kirchengemeinden beider Konfessionen der Klosterstadt Hornbach hatten zu einem ökumenischen Kantate-Gottesdienst eingeladen - und über 200 Christen fanden am Fastnachtssonntag den Weg in die St.-Pirminius-Kirche.

Die beiden Kirchenchöre aus Riedelberg und Cantus Novus sowie Musiker der Pfarrei sorgten unter der Leitung von Kantor Oliver Duymel mit ihrer Musik für die Umsetzung des Gottesdienstmottos "Wer singt, betet doppelt".

Die Begeisterung der Sänger wirkte auch auf die Gottesdienstbesucher ansteckend. Schnell war das Gotteshaus von kräftigem Gesang erfüllt. Pastoralreferent Paul Beyer führte mit sorgfältig auf das Thema Musik abgestimmte Gebete durch den Gottesdienst, in dem auch die Besucher gefordert waren und auf Stellwänden ihre Lieblingslieder heften durften.

Pfarrer Klaus Hoffmann ging in seiner inspirierenden Predigt auf die verbindenden Funktionen der Musik ein und bezeichnete die Musik als Medizin für die Seele. Hoffmann zog auch Parallelen des gemeinsamen Singens zu dem alltäglichen Miteinander. Jeder bringe sich mit seiner eigenen und einzigartigen Stimme und Stimmung ein. Jeder müsse im Chor auf den andern hören, Rücksicht nehmen und taktvoll sein. Pfarrer Hoffmann betonte: "So wie ein Gesang nicht von Anfang an perfekt ist, ist unser Miteinander nicht perfekt. Im Chor braucht es die Proben. Im Leben das Üben. In beidem die Bereitschaft, sich korrigieren zu lassen. Wir sind nicht perfekt."

Das moderne "Ubi Caritas " von Audrey Snyder, von beiden Chören gemeinsam gesungen, unterstrich eindrucksvoll die Predigt. Viele Gottesdienstbesucher waren emotional berührt, als Monsignore Gerhard Poete und Pfarrer Hoffmann sich die Hände reichten und gemeinsam den Segen erteilten. Im Anschluss ergaben sich noch zahlreiche Gespräche zwischen den sonst in Gottesdiensten getrennten Christen, und der Wunsch nach mehr gemeinsamen Gottesdiensten war nicht zu überhören.