Die ehrenamtlichen Lebensretter

Zweibrücken. Die Feuerwehr der Verbandsgemeinde Zweibrücken-Land hatte auch im vergangenen Jahr zahlreiche brenzlige Fälle zu lösen. Das bilanzierte Markus Schmidt, Leiter der Verbandsgemeinde-Wehr, gestern im Gespräch mit unserer Zeitung. "2011 hatten wir 183 Einsätze", blickt der Chef-Brandschützer zurück

Zweibrücken. Die Feuerwehr der Verbandsgemeinde Zweibrücken-Land hatte auch im vergangenen Jahr zahlreiche brenzlige Fälle zu lösen. Das bilanzierte Markus Schmidt, Leiter der Verbandsgemeinde-Wehr, gestern im Gespräch mit unserer Zeitung. "2011 hatten wir 183 Einsätze", blickt der Chef-Brandschützer zurück. Der Trend, dass die Feuerwehr nicht nur dann ausrückt, wenn es raucht und qualmt, sondern immer öfter auch in anderen Notfällen, zeigte sich auch auf dem Zweibrücker Land. Schmidt: "Von den 183 Einsätzen entfielen 46 Prozent auf die Brandbekämpfung. 54 Prozent der Einsätze waren solche, bei denen wir allgemein Hilfe leisteten", erklärt er. Solche allgemeine Hilfeleistung ist etwa gefragt, wenn die Feuerwehr bei Verkehrs- oder Arbeitsunfällen unterstützend einschreiten muss (15 Fälle im vergangenen Jahr), wenn Betriebsstoffe eines Fahrzeuges auf die Straße gelaufen sind (vier Fälle) oder wenn es stürmt und beispielsweise Bäume umknicken (insgesamt 23 Fälle). Vier Großbrände galt es, zu meistern.Einen zeitintensiven Einsatz habe es am 31. März gegeben. "Das war zwar ,nur' ein Kaminbrand; aber da der Brand schwer zu löschen war, dauerte der Einsatz fast die ganze Nacht", blickt Schmidt zurück. Auch bei einem Großbrand am 13. Mai in Kleinsteinhausen mussten die Helfer alles geben.

Die wichtigste Aufgabe der Brandschützer ist es natürlich, Leben zu retten. Und da waren die Helfer der Verbandsgemeine-Wehr 2011 wiederholt gefordert. Schmidt: "In 14 Fällen haben wir Menschen gerettet, etwa solche Personen, die einen Notfall in der Wohnung hatten - hier schritten wir mit einer Nottüröffnung ein." Leider gab es vier dramatische Einsätze, bei denen die Feuerwehr nicht mehr helfen konnte und die Opfer verstarben. Zwei Verkehrsunfälle waren darunter: ein Unfall am 12. Mai auf der L 471 bei Zweibrücken und ein Unfall am 21. Juli auf der K 81 bei Riedelberg - schwere Einsätze für die Helfer, die diesen oft noch sehr lange nachgehen.

Auch für Tiere rückten die Helfer 2011 aus - etwa, wenn der klassische Fall eintrat und eine Katze, die auf einen Baum geklettert war, sich nicht mehr heruntertraute und mittels der Drehleiter aus ihrer misslichen Lage befreit werden musste. "Im vergangenen Jahr hatten wir sechs solche Tierrettungen", bilanziert Schmidt. Die 498 Helfer der Wehr - bis auf einen hauptberuflichen Mitarbeiter alles Ehrenamtler - riskieren bei ihren Einsätzen selbst viel. Zumeist ging es vergangenes Jahr zwar gut aus. "Aber dennoch hatten wir zwei Verletzungen. Ein Mitarbeiter erlitt bei einem Einsatz eine Bänderdehnung, ein anderer Helfer quetschte sich bei einem Einsatz die Hand in einer Tür ein und brach sich mehrere Finger", so Schmidt.

Insgesamt hat die Verbandsgemeinde-Wehr 17 Löscheinheiten, die wichtigste ist die in Contwig. Hier befinden sich das Einsatzleit-Fahrzeug und das Logistik-Fahrzeug der Verbandsgemeinde-Wehr. "Ein Helfer quetschte sich die Hand ein und brach sich mehrere Finger."

Markus Schmidt, Leiter der Feuerwehr der Verbandsgemeinde Zweibrücken-Land