Die Dellfelder Kerwe, sie lebe hoch

Dellfeld. Seit diesem Sonntag hängt am Dorfgemeinschaftshaus zwischen Grundschule und Kindergarten der bunte Kerwe-strauß. Zur traditionellen Kerwerede kamen viele Zuhörer und zehn Straußmädels und Straußbuben sorgten für einen tollen Zauber. Annette Götzinger und Christina Huber hielten die zünftige Kerwerede. "Straußbu sin, des is net leicht, wenn ma so im Dorf rumkreischt

Dellfeld. Seit diesem Sonntag hängt am Dorfgemeinschaftshaus zwischen Grundschule und Kindergarten der bunte Kerwe-strauß. Zur traditionellen Kerwerede kamen viele Zuhörer und zehn Straußmädels und Straußbuben sorgten für einen tollen Zauber. Annette Götzinger und Christina Huber hielten die zünftige Kerwerede. "Straußbu sin, des is net leicht, wenn ma so im Dorf rumkreischt. Mir han e bissje Hilf gebraucht un a krieht. Dess hat geklappt, wie ma sieht."Dass sich hinter alledem viel Arbeit verberge, rückten die beiden Rednerinnen in den Mittelpunkt und meinten: "Mer hann uns Mieh gebb wie die Bleede, unn do druff misse mer jezzd erschd mool enner hewe!" An die Höhepunkte zur Faschingszeit wurde erinnert und vom Allerwertesten des Verbandsbürgermeisters Kurt Pirmann war dabei die Rede. Der nämlich sei blau geworden nach dem Sturz von der Treppe, weil die rutschig gewesen ist, wegen Schneeglätte. Für ein Dellfelder Dorffest plädierten die Straußmädels laut. Das Dorfgeschehen glossierten sie köstlich, dankten den Landfrauen für die Unterstützung und nahmen den einen und anderen Dorfgenossen tüchtig aber stets humorvoll auf die Schippe. Sich selbst natürlich auch und das zahlte sich beim Applaus der vielen Zuhörer am Ende aus.

Doris Schindler, die Ortsbürgermeisterin, war jedenfalls mit der Kerwerede und dem Kerweverlauf übers Wochenende voll und ganz zufrieden. Die New Swingers sorgten am Samstag unterm Riesenfallschirm wie in den letzten Jahren schon für eine Superstimmung. Gefeiert wurde bis in die Morgenstunden hinein. Als Kerwewirte umhegten die Helfer der Blaskapelle Dellfeld und des Gesangvereins Eintracht Falkenbusch die Gäste. Rindfleisch und Meerrettich hatte es als traditionelle Spezialität beim Mittagstisch gegeben, am Nachmittag hausgemachten Kuchen. Originell und wie jedes Jahr ein ganz besonderer Höhepunkt, der gestrige Kerwemontag mit dem Frühschoppen. Alleinunterhalter Marco sorgte für die musikalische Unterhaltung, "Läwwerknebb, Brodwerschd, Sauerkraut und Grumbeereschdambes" zählten zum Traditionsessen und natürlich war der gestrige Montag ein ganz besonderer Tag für die Kleinen des Kindergartens. Die nämlich durften auf dem Vergnügungspark ihre Runden drehen. Kostenfrei, denn die Fahrtkosten der Kleinen auf den Karussells übernahm Ortsbürgermeisterin Doris Schindler.

Die Helfer am Samstag und gestern kamen von der Gemeinde. "Schade, leider sind es immer die gleichen", meinte Kurt Pirmann, der die Notwendigkeit des Einsatzes nochmals betonte, weil damit Geld für die Unterhaltung des Dorfgemeinschaftshauses beschafft wird. "Allein deshalb könnten es ruhig einmal mehr sein, vor allem sämtliche Ratsmitglieder müssten sich engagieren", so der Verbandsbürgermeister kritisch. cos