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DGB und Betriebsräte äußern großen Unmut über Rente mit 67

DGB und Betriebsräte äußern großen Unmut über Rente mit 67

Zweibrücken. Gesundheitsreform, Rente mit 67, Reform der Pflegeversicherung: Der DGB und Zweibrücker Betriebs- und Personalräte wussten gestern Abend gar nicht, welches Ärgernis für sie das größte ist. Denn alle drei genannten Punkte sorgten für viel Unmut bei dem Gedankenaustausch in den Räumen der Arbeit und Leben GmbH an der Fachhochschule, zu dem der DGB geladen hatte

Zweibrücken. Gesundheitsreform, Rente mit 67, Reform der Pflegeversicherung: Der DGB und Zweibrücker Betriebs- und Personalräte wussten gestern Abend gar nicht, welches Ärgernis für sie das größte ist. Denn alle drei genannten Punkte sorgten für viel Unmut bei dem Gedankenaustausch in den Räumen der Arbeit und Leben GmbH an der Fachhochschule, zu dem der DGB geladen hatte. Michael Detjen, Regionalvorsitzender des DGB für die Westpfalz, begrüßte Arbeitnehmer-Vertreter von John Deere, der Stadtverwaltung und der Polizei sowie einen Vertreter der Agentur für Arbeit. Fest stand schnell die einhellig ablehnende Meinung zur Rente mit 67. Zumal Detjen den Teilnehmern mit statistischen Zahlen zeigte, wie fern von der derzeitigen Praxis dieses Projekt ist. Detjen: "Ein Beschäftigter geht in Rheinland-Pfalz momentan durchschnittlich mit 60,5 Jahren in Rente. Die Rente für einen Mann beträgt im Schnitt 1013 Euro, für eine Frau 429 Euro." Dafür, dass der Berufstätige mit durchschnittlich 60,5 Jahren in Rente gehe, müsse er Abschläge in Höhe von rund 18 Prozent hinnehmen. Wenn die Rente mit 67 Jahren bleibe, werde das zu einer Erhöhung des Abschlages führen, dieser werde dann, falls der Betroffene weiter mit 60,5 Jahren in den Ruhestand gehen werde, etwa 25 Prozent betragen, rechnete Detjen vor. Es werde also wieder einmal in den Geldbeutel des kleinen Mannes gegriffen, lautete die Meinung unisono. Ein ähnlich vernichtendes Zeugnis stellten die Diskutanten der Gesundheitsreform aus. Und auch die Pläne von Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler (FDP), die Pflegeversicherung kapitalgedeckt zu entwickeln, wurde heftig kritisiert. Das sei Zockerei mit dem Geld der Versicherten. eck "Wir werden weitere betriebliche Aktionen gegen die Rente mit 67 in Zweibrücken durchführen."Michael Detjen, DGB