Jahresvorschau Käshofen : DGH soll saniert werden

Unter anderem geht es um eine neue Heizung und eine Dachisolierung fürs Dorfgemeinschaftshaus.

Dass durch Corona keine Feste gefeiert werden dürfen, trifft die Käshofer Dorfgemeinschaft und allen voran Ortsbürgermeister Egon Gilbert besonders hart. Denn seit gut 40 Jahren werden mit Einnahmen aus Kerwe und Dorffest die jährlichen Fixausgaben zur Unterhaltung des Dorfgemeinschaftshauses bestritten. Für das Jahr 2020 gab es aber weder die traditionellen Kerwetage noch ein Dorffest oder den Weihnachtsmarkt beim Dorfgemeinschaftshaus. Egon Gilbert: „Das trifft uns spürbar hart, zumal wichtige Investitionen beim DGH nicht länger auf die lange Bank zu schieben sind.“

Bereits im letzten Jahr sollte eine Klärung ganz bestimmter Zwangspunkte erfolgen, damit die schon längere Zeit angedachte Sanierung des Dorfgemeinschaftshauses endlich ins Rollen kommt. „Wenn wir aber nicht einmal zu Ratssitzungen und Diskussionen zusammen kommen können, dann ist das irgendwie schwierig“, stellt Egon Gilbert fest und schöpft zugleich Hoffnung für das Monatsende. Dann nämlich will der engagierte Energieberater die Karten auf den Tisch legen und sagen, wo es mit der Heizungserneuerung für das Käshofer Dorfgemeinschaftshaus langgehen kann.

„Damit wir für die Sanierung vom Land einen Zuschuss bekommen, konnten wir nicht irgendeinen Energieberater mit ins Boot holen, es musste vielmehr ein Büro sein, das die Zertifizierung zur Energieberatung bei öffentlichen Gebäuden besitzt“, erzählt Gilbert und rechnet vorausschauend mit „grünem Licht“ für eine Saalheizung im Dorfgemeinschaftshaus von der Saaldecke aus.

Vom Ingenieurbüro Heller aus Dietrichingen gab es bereits die Freigabe dazu, dass die eingebauten Nagelbinder auf dem Dorfgemeinschaushaus-Dach eine solche Deckenlast tragen. Den wirtschaftlichen Aspekt steuert das Energieberatungsbüro bei.

Dessen Aufgabe wird es auch sein, die Kosten dafür zu ermitteln, wie teuer die Ortsgemeinde Käshofen der Einbau einer neuen Dacheindeckung kommt. „Vor mehr als 40 Jahren dachte noch niemand an eine entsprechende Dachdämmung. Wir können heute schon froh darüber sein, dass die verlegten Eternitplatten nicht den sonst üblichen Schadstoffanteil aufweisen und uns nicht Extrakosten für Sondermüll entstehen, sollte es zur Erneuerung der Dacheindeckung kommen.“

Heizung, Lüftung, Isolierung – das sind die drei Bereiche bei der Grundsanierung des Dorfgemeinschaftshauses, die Ortsbürgermeister Gilbert zusammen mit den Mitgliedern des Ortsgemeinderates unbedingt in diesem Jahr als erledigt abhaken möchte. „Schaffen wir das trotz Corona, dann bin ich schon restlos zufrieden und wenn es dann noch mit Dorffest, Kerwe, Weihnachtsmarkt und Fasenacht klappt sogar rundum glücklich“, meint der Ortsbürgermeister, der auch noch weitere Unterhaltungsarbeiten auf dem Radar hat.

Beim Mehrgenerationenplatz gebe es stets Arbeit, ebenso auf dem Gemeindefriedhof. Bei der Unterhaltung der Dorfstraßen soll es vorerst noch mit Straßenreparaturen gerichtet werden. Der Rat habe in dieser Sache zwar schon mal das Einführen des wiederkehrenden Straßenbeitrags ins Gespräch gebracht, die Sache dann aber doch wieder auf 2024 verschoben.