Der Garten im August

Der Juli verabschiedete sich mal wieder mit Aprilwetter. Es wird zeit für wirkliches Sommerwetter. Immer mehr Pflanzen zeigen herbsttypische Entwicklungen. Die Blattverfärbung einiger japanischer Ahornsorten hat schon eingesetzt. Der sommerliche Austrieb zurückgeschnittener Stauden, wie Salbei und Geranium entwickelt sich nur langsam. Die Unkräuter dagegen schießen

Der Juli verabschiedete sich mal wieder mit Aprilwetter. Es wird zeit für wirkliches Sommerwetter. Immer mehr Pflanzen zeigen herbsttypische Entwicklungen. Die Blattverfärbung einiger japanischer Ahornsorten hat schon eingesetzt. Der sommerliche Austrieb zurückgeschnittener Stauden, wie Salbei und Geranium entwickelt sich nur langsam. Die Unkräuter dagegen schießen. Besonders die Blüten der Disteln überblicken frech innerhalb weniger Tage die Kulturpflanzen. Legen Sie aus diesem Grund, nach den vergangenen Regentagen, einen Putztag ein.Bei dieser Gelegenheit können Sie sich einen Überblick über die Stauden Entwicklung verschaffen. Ausläufer und Sämlinge die erwünscht sind, können ungestört verbleiben. Unerwünschte Platzkonkurrenz im Beet aber immer sofort entfernen. Darin müssen Sie eisern sein, sonst wuchert es bald überall. Echinacea, ich mag sie wirklich sehr gern, gehören auch zu diesen Pflanzen. Ihre Sämlinge erreichen schon im ersten Jahr eine beachtliche Größe, und bedrängen schnell andere Pflanzen. Wenn Sie es nicht übers Herz bringen solche "Kinder" auf den Kompost zu verfrachten, topfen und verschenken Sie diese. Blütenstände sind diesen Monat besonders bei den Funkien und Taglilien zu entfernen. Beide Pflanzen behalten ein schöneres Laub, wenn der Schnitt zeitig durchgeführt wird. Herbstastern erreichen nun ihre volle Höhe. Bringen Sie rechtzeitig Stützen für die hohen Sorten an. Noch stehen sie sicher, doch wenn sich die Blüten öffnen, kippen sie im Regen schnell um. Auch die Rosen entwickeln im Moment ihren zweiten Flor. Vergessen Sie nicht verblühtes zu entfernen. Die Haltbarkeit der Einzelblüten verlängert sich, wenn die Pflanze nicht zur Samenbildung kommt.

Die Kletterrosen müssen ihren Austrieb gesichert bekommen. Schneiden Sie diese langen Ruten nicht zurück, sie sind der Jungbrunnen für die kommenden Jahre. Binden Sie diese gut an. Leicht dreht der Wind sie sonst ab. Was im nächsten Frühjahr zu viel ist, kann dann immer noch geschnitten werden. Außer den vergangenen Blüten, sollten Sie ab Mitte August sowieso nichts mehr an Ihren Rosen schneiden. Dies würde nur einen späten Austrieb anregen, der dann im kommenden Winter, nur schlecht ausgereift, dem Frost zum Opfer fällt. Falls es noch nicht geschehen ist, jetzt auch den Lavendel schneiden. Entfernen Sie die Blüte und zusätzlich zwei bis drei Zentimeter der Triebspitze. Dadurch fällt er nicht so schnell auseinander.

Heckenschnitt steht an. In der Regel ist der Augustschnitt der letzte des Jahres. Achten Sie darauf das Ihre Schere, elektrisch oder von Hand betrieben scharf ist. Ein scharfer Schnitt bringt weniger eingetrocknete Triebspitzen. Die Hecke sollte nie senkrecht geschnitten werden. Eine leichte Neigung, der sogenannte Anlauf, sorgt dafür, dass sie dauerhaft vom Boden aufwärts grün bleibt. Koniferenhecken, wie Thuja, sind nach dem Schnitt für eine Wassergabe dankbar. Großblättrigen Heckenpflanzen, wie zum Beispiel Kirschlorbeer, sollten Sie mit einer Rosenschere zurückschneiden. Dadurch kommt es zu keinen angeschnittenen Blättern, die dann unschön eintrocknen würden. Ab der Monatsmitte steht die dritte Rasendüngung an. So gehen die Gräser gut in den Herbst. Wenn sie der Meinung sind ihr Grün sollte erneuert werden, dann ist Ende des Monats auch die Zeit um der Rasenneuanlagen zu beginnen.

Gehen Sie nun durch ihren Garten und machen Sie sich Notizen zu möglichen Veränderungen. Nächsten Monat kann es allgemein los gehen und schnell ist der Monat vorbei.