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Dellfeld stimmt für Neubaugebiet „Auf Hohen Rech“

Dellfeld : Rat stimmt für  geänderten Plan

Diskussionsbedarf beim Baugebiet „Auf Hohen Rech“ gab es im Dellfelder Rat beim Thema Oberflächenwasser.

Zum Jahresbeginn fassten die Mitglieder des Dellfelder Ortsgemeinderates mit Doris Schindler den Beschluss, in der Gewanne „Auf Hohen Rech, 1. Erweiterung“ neues Bauland zu schaffen. Inzwischen ist die Planung eifrig geprüft und modifiziert worden. Was bleibt ist weiterhin die Absicht, für den Ort möglichst schnell weiteres Bauland zur Verfügung zu haben. Aber entgegen der Urplanung sollen nunmehr die Plangrenzen bei der Gebietsumrandung mit denen des Flächennutzungsplanes der Verbandsgemeinde Zweibrücken-Land identisch sein. Eine Änderung dieses Planwerk erübrigt sich dann, was zeitliche Vorteile bringt.  

Ortsbürgermeisterin Doris Schindler erinnerte in der Sitzung letzte Woche daran, dass die Herzog-Wolfgang-Stiftung Zweibrücken als Flächeneigentümerin sämtliche Kosten trägt und auch die Erschließung des neuen Baugebietes übernehmen wird. Mit der Ausarbeitung des Bebauungsplanes ist das Büro Agsta, Umwelt aus Völklingen betraut. Vertreter dieses Planungsbüros trugen jetzt die wesentlichen Änderung des modifizierten Bebauungsplanes vor. Korrekturen gab es lediglich an er Umgrenzungslinie des künftigen Neubaugebietes. Wie schon bisher wird es weiter beim Gebietscharakter, dem Ausweisen eines allgemeinen Wohngebietes bleiben. In Höhe des Kindergartens wird die künftige Erschließungsstraße des nunmehr modifizierten Baugebietes „Auf Hohen Rech, 1. Erweiterung“ abzweigen. Mehr als zwei Vollgeschosse dürfen die künftigen Eigenheime nicht haben. Die Höhe der Traufgrenze hat die vorstellende Planerin mit 10 Metern angegeben. 

Das Ableiten des Oberflächenwassers in einen Kanal der Schulstraße führte zu Diskussionen. So kamen Bedenken dazu auf, dass das anfallende Oberflächenwasser aus den künftigen Neubaugebiet die Entwässerungssituation in der Schulstraße verschärfen wird. Ein Ratsmitglied erinnerte daran, von seinem Grundstück, dieses liege im bereits bestehenden Baugebiet „Auf Hohen Rech“ , bei Starkregenereignissen bis zu den Bahngleisen geschwemmt worden sei.

Ein weiteres Ratsmitglied hielt die Dimensionierung des vorhandenen Regenwasserkanals für nicht ausreichend, um weiteres Wasser aufnehmen zu können. Vom maßgeblichen Planungsbüro wurde darauf verwiesen, dass selbst eine fototechnische Aufnahme des Regenwasserkanals bereits vorgenommen wurde und es keine Anzeichen dafür gebe, dass die berechneten Wassermassen nicht schadlos abgeleitet werden können. Pufferräume oder zusätzliche Stauräume seien nach den gegenwärtigen Berechnungen, die auch mit der zuständigen Fachbehörde abgestimmt seien, jedenfalls nicht zu erwarten. Das Ratsmitglied wollte insbesondere die Frage beantwortet haben, ob weitere Pufferspeicher im Straßenraum vorgesehen seien. Sie nämlich hielt die gegenwärtige Regelung nicht ausreichend, um das anfallende Oberflächenwasser schadlos über den Kanal in den Vorfluter Schwarzbach abzuleiten. 

Zwar ist Werkleiter Eckhard Schwarz aus anderen Gründen Besucher dieser Ratssitzung gewesen, doch wusste er in der Sachfrage zu vermitteln. Schwarz sieht nämlich durchaus eine Verbesserung gegenüber der jetzigen Situation, denn anders als im Augenblick müssten mit der Bebauung des Gebietes ganz gezielt die Oberflächenwassermassen auf den Grundstücken zurückgehalten werden. Zudem sehe der Bebauungsplan Mulden für das Oberflächenwasser vor. Also alles Maßnahmen, die eine Verbesserung gegenüber dem augenblicklichen Istzustand seien, weil jetzt das Oberflächenwasser sich einfach einen natürlichen Weg suche, künftig aber kotrolliert der Vorflut zugeleitet werden soll.

Dem modifizierten Bebauungsplan wurde zugestimmt. Die Träger öffentlicher Belange können nunmehr gehört werden, gleichzeitig wurde die Planoffenlegung auf die Dauer eines Monats beschlossen. Zum Sitzungsbeginn hatten sich der neue Leiter des Forstamtes Westrich Kemkes und der neue Revierförster Stefan  vorgestellt.