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Dellfeld gibt Personalträgerschaft der Kita ab

Kita Dellfeld : Personalträgerschaft wird abgegeben

Dienstherrin auch der Dellfelder Erzieherinnen in der Kita ist damit im nächsten Jahr die Verbandsgemeinde.

Lange hat der Dellfelder Rat überlegt und diskutiert, ob er die personelle Trägerschaft der Kita an die Verbandsgemeinde abgeben will. Vergangene Woche hat er dann doch einstimmig entschieden: Machen wir.  

Ortsbürgermeisterin Doris Schindler gab dazu nochmals einen umfassenden Rückblick und verlas auch ein Schreiben des Elternausschusses, der sich bereits vor längerer Zeit gegen die Übertragung der Personalverantwortung ausgesprochen hatte. Allerdings, damals sind die vielen Neuerungen aus dem neuen Zukunftsgesetz für Kindertagesstätten noch nicht vollumfänglich bekannt gewesen. „Es hat sich vieles geändert, die Medien in der Region berichteten fast täglich darüber und mit den getroffenen Absprachen ändert sich für das Personal in unserer Einrichtung nichts. Wir haben die Zusicherung von Bürgermeister Björn Bernhard, dass eine einvernehmliche Regelung stets im Vordergrund steht“, umriss Doris Schindler noch einmal die momentane Situation.

Neben der Plankorrektur zum Neubaugebiet „Auf Hohen Rech“ (wir berichteten bereits) und der Entscheidung zur Personalhoheit bei den Kindertagesstätten war der Gemeindehaushalt ein weiterer Sitzungsschwerpunkt. Die Situation umriss Doris Schindler prägnant: „Wünsche haben wir viele, doch der finanzielle Rahmen bestimmt das Machbare!“

Nicht ohne gewisse Zufriedenheit konnte die Ortsbürgermeisterin allerdings darüber Bericht erstatten, dass durch die haushaltsmäßige „Gesundung“ ein hoffnungsvoller Blick in die Zukunft durchaus angebracht sei. „Wir sind sparsam mit dem umgegangen, was wir zur Verfügung hatten, totsparen ist allerdings auch nicht die Lösung. Wir wollen ja etwas entwickeln für die Zukunft!“

Auf Rechnungsabschlüsse und das, was Dellfeld in den beiden zurückliegenden Jahren finanziell zu erwarten hat, ging Doris Schindler näher ein. Mehreinnahmen bei der Gewerbesteuer konsolidierten nicht nur den Gemeindehaushalt, sondern lassen auf erhebliche Mehreinnahmen hoffen, wie aus den vorbereiteten Rechnungsabschlüssen abgeleitet werden kann. Die gestiegenen Mehreinnahmen werden übrigens sofort zur Minderung von Kreditaufnahmen verwendet. 

Was den Investitionsbereich der Ortsgemeinde angeht, so ist dieser durchaus überschaubar aber doch gefestigt. Zur Beschaffung eines kommunalen Fahrzeugs (Bauhof) sind 15 000 Euro im Etat bereitgestellt. Mit 825 000 Euro sind die Personalkosten der Kindertagesstätte der höchste Kostenfaktor.

Beim Dorfgemeinschaftshaus müssen Anstricharbeiten verrichtet werden. Diese Arbeiten sollen aber erst dann ausgeführt werden, wenn die Nutzung durch die ausgelagerte Grundschule überflüssig wird. Für das Quartierskonzept hat sich wie fast alle anderen Ortschaften in der Verbandsgemeinde Zweibrücken-Land auch Dellfeld entschieden. 65 780 Euro stehen als Finanzierung im Etat. Dazu gibt es einen Zuschuss in Höhe von 49 330 Euro. 16 450 Euro hoch ist der Gemeindeanteil an diesem Projekt, bei dem aus Umnutzung zusätzlicher Wohnraum entstehen soll.

Der Barrierefreie Ausbau der Bushaltepunkte in Dellfeld schlägt mit 93.500 Euro zu Buche, aus dem Fördertopf des Öffentlichen Personennahverkehrs gibt es dazu einen Zuschuss in Höhe von 72 500 Euro. 21 000 Euro beträgt der Gemeindeanteil an den Baumaßnahmen. Der nächste Bauabschnitt bei der Schulstraße steht an, Kosten in Höhe von 625 000 Euro stehen an. Die Gemeinde muss 105 000 Euro aufbringen. Mit den Arbeiten weitergehen wird es dann,  wenn das Land die Förderung des Gemeindeanteils zugesichert hat.

Das Dach des Bürgerhauses wird die Energiegesellschaft der Verbandsgemeinde Zweibrücken-Land anmieten und auf der Fläche eine Photovoltaikanlage installieren.