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"Das macht Spaß, mal mit anzupacken"

"Das macht Spaß, mal mit anzupacken"

Battweiler. Auf Rosen ist Battweiler nicht gebettet. Geld fehlt an allen Ecken und Enden. Dennoch steckt niemand den Kopf in den Sand, verfallen insbesondere die Ratsmitglieder nicht in Lethargie. Letzte Woche wurde im Dorfgemeinschaftshaus beim Jugendraum gewerkelt, diesmal war die Blumenstraße Einsatzort für die Helfer

Battweiler. Auf Rosen ist Battweiler nicht gebettet. Geld fehlt an allen Ecken und Enden. Dennoch steckt niemand den Kopf in den Sand, verfallen insbesondere die Ratsmitglieder nicht in Lethargie. Letzte Woche wurde im Dorfgemeinschaftshaus beim Jugendraum gewerkelt, diesmal war die Blumenstraße Einsatzort für die Helfer. Eine alte Einlaufrinne wurde entfernt, die Aufbruchstelle wieder mit Verbundsteinen geschlossen."Wir können solche Arbeiten nur in Eigenleistung erledigen, denn Geldmittel fehlen uns hinten und vorn. Tun wir nichts, dann geht in unserem Dorf immer mehr den Bach runter." Ortsbürgermeister Werner Veith freut sich, dass die Mitstreiter bei diesem Arbeitseinsatz am Wochenende zahlreich erschienen. Mehr noch: Als der Presslufthammer ratterte und der ausgeliehene Kompressor brummte, gesellten sich spontan Anlieger aus dem Straßenzug helfend dazu. "Das macht doch Spaß, mal mit anzupacken", meinte Falk Laborenz und Friedrich Wilhelm Grunder, als Uhrmacher sonst weitaus filigranere Arbeiten gewöhnt, stellte trocken fest: "Auch grobe Arbeit muss erledigt werden!"

Karl Blügel, einer, der sich für die grobe Arbeit im Dorf und für die Gemeinde noch nie zu schade war, gab auf der Tagesbaustelle den Ton an und sorgte dafür, dass keine der überschüssigen Kräfte verloren gingen. Heinz Göbel, Ernst Felger, Bernd Mittelhausen, Holger Jost und Willi Neuer, allesamt von der Parkplatzbaustelle beim Karlolinenhaus schon einsatzerfahrene Mitstreiter, fanden den Arbeitsgemeinschaft toll und freuten sich vor allem darüber, dass das Wetter mitspielte. Zeit für ein Späßchen blieb allemal, für Stärkung war gesorgt, in den frühen Nachmittagsstunden war die Arbeit zur Zufriedenheit aller erledigt. Die Straßeneinbruchstelle gehört der Vergangenheit an, die klappernde, nicht mehr funktionstüchtige Einlaufrinne aus der Fahrbahn herausgenommen. "Wir haben diese Arbeiten schon lange geplant, jetzt können wir die Reparatur abhaken und uns neuen Aufgaben zuwenden", so Werner Veith. Der Dorfbrunnen liegt nur einen steinwurfweit entfernt. Denkbar, dass dort vielleicht auch schon bald gewerkelt wird.