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Covid-19: Viele Genesene in der Region Südwestpfalz

Corona-Pressekonferenz des Gesundheitsamts für Südwestpfalz, Zweibrücken und Pirmasens : Wertstoffhof Contwig öffnet wieder

Drei neue Corona-Kranke in der Region Südwestpfalz. – Auslands-Heimkehrer müssen sich bei Gesundheitsamt melden.

Weitere Lockerungen bei den Wertstoffhöfen kündigt Südwestpfalz-Landrätin Susanne Ganster (CDU) für kommenden Montag an. Gleichzeitig informierte sie bei der Corona-Pressekonferenz am Mittwoch darüber, dass Ein- und Rückreisende, die im Zuständigkeitsbereich des Gesundheitsamtes Südwestpfalz (dazu gehört auch Zweibrücken) wohnen, sich dort melden müssen.

Seit Karfreitag gelte die Fünfte Landesverordnung zur Änderung der Dritten Corona-Bekämpfungsverordnung. Sie regele landesweit Quarantänemaßnahmen für Ein- und Rückreisende, erläutert die Landrätin. „Jeder Bürger, der aus einem Staat außerhalb der Bundesrepublik Deutschland nach Rheinland-Pfalz einreist ist verpflichtet, sich unverzüglich nach der Einreise auf direktem Weg sich für einen Zeitraum von 14 Tagen nach ihrer Einreise in häusliche Quarantäne zu begeben“, erklärt Ganster, die darauf hinweist, dass diese Personen auch keinen Besuch von Personen außerhalb des Haushaltes bekommen dürfen.

Bei Personen mit Meldeadresse im Landkreis sowie den Städten Pirmasens und Zweibrücken ist die zuständige Behörde das Gesundheitsamt Südwestpfalz. Das Gesundheitsamt ist per E-Mail an a.danner@lksuedwestpfalz.de für „Heimkehrer“ erreichbar. „Für uns ist eine Kontaktaufnahme als Mail derzeit am Einfachsten“, sagt Ganster. Bei Kontaktaufnahme sollten für jeden Mitreisenden der Vor- und Zuname, die Meldeadresse, das Geburtsdatum, die Telefonnummer, der Reisezeitraum und Aufenthaltsort sowie ein Nachweis über den Hin- und Rückflug, beispielsweise der „Boarding Pass“ als Foto oder PDF mitgeteilt werden. Alternativ können die Angaben auch telefonisch unter (0 63 31) 80 94 01 gemacht werden.

Ganster macht deutlich, dass die Landesverordnung im internen Krisenstab der Kreisverwaltung diskutiert wurden – auch im Hinblick, wie beispielsweise die angeordnete häusliche Quarantäne überprüft werden solle. „Es ist eine Landesverordnung und für die Kreisverwaltung ist es wichtig, dass unsere Bürger wissen, wie sie sich verhalten sollen“, unterstrich Ganster.

Seit Dienstag, 7. April waren die Recyclinghöfe in Dahn-Reichenbach, Heltersberg und Lemberg zeitweise für die Anlieferung von Grünschnitt geöffnet. Ab kommenden Montag, 20. April öffnen nun auch die Wertstoffhöfe in Contwig, Donsieders und Hauenstein zu bestimmten Zeiten wieder – nicht aber Wallhalben (siehe Infobox).

Verbunden mit der zusätzlichen Öffnung der Wertstoffhöfe sei auch, dass dann nicht nur Grünschnitt angeliefert werden könne, erklärt die Landrätin. Damit dies möglich ist, wird das Personal erhöht. „Mindestens zwei Personen werden vor Ort sein, da wir mit einem größeren Andrang rechnen“, so Ganster, die das Verhalten der Bürger bei der bisherigen Öffnung lobt: „An den drei Standorten haben sich die Bürger an die Distanzregeln gehalten.“ Die ab Montag betroffene Regelung gelte vorerst bis zum 2. Mai. Anschließend werde geschaut, ob eine Rückkehr zu den regulären Zeiten möglich sei, informiert Ganster.

Zufrieden zeigt sich die Landrätin von den Rückmeldungen der Ordnungsämter der sieben Verbandsgemeinden im Landkreis über die Osterfeiertage. Ganster bilanziert: „Es war ruhig. Es hat keine größeren Ansammlungen gegeben. Lediglich zwei, drei Ansprachen seitens des Ordnungsamtes waren nötig.“

Mit Blick auf die Fallzahlen stellt Ganster fest, dass sich die Bürger im Landkreis an die Kontaktsperre hielten. Nochmals ging sie auf die bisherige Tageshöchstzahl von 19 Fällen am vergangenen Samstag ein. „Erstens waren es zwei Tagen zusammengenommen und dann kommt dazu, dass elf Personen von den 19 aus einem Ort in der Verbandsgemeinde Thaleischweiler-Wallhalben sind, die zusammen leben und dort auch arbeiten“, berichtet die Landrätin.

Am Mittwoch kamen im Gesundheitsamts-Bezirk drei weitere positiv auf das Coronavirus getestete Personen dazu. Ein Betroffener lebt in der Verbandsgemeinde Zweibrücken-Land, zwei in der Stadt Pirmasens. Somit steigt die Gesamtzahl der Infizierten in Zweibrücken, Pirmasens und der Südwestpfalz auf 157. Unter dem Strich sind es aber nur 81 aktuell Betroffene, da es mittlerweile 76 Personen gibt, die genesen sind.