1. Pfälzischer Merkur
  2. Zweibrücken-Land

Corona-Ausfälle verzögern Bauarbeiten an K 76 bei Reifenberg

K 76 bei Reifenberg : Corona-Ausfälle verzögern Bauarbeiten

Trotzdem soll die K 76 bis Weihnachten von Reifenberg in Richtung Zweibrücken wieder befahrbar sein.

Der direkte Verkehrsweg nach Zweibrücken ist derzeit für die Reifenberger mit Umwegen gepflastert. Seit Mitte September nämlich wird die vielbefahrene Kreisstraße 76, einer Querverbindung zwischen den Landstraßen 469 (Stadtteil Oberauerbach) und 466 (Landstraße zwischen Schmitshausen und Rieschweiler-Mühlbach) teilweise erneuert. Die Straßenarbeiten stehen im unmittelbaren Zusammenhang mit dem Ausbau der Ortsdurchfahrt von Reifenberg. Mitte September sind die Ausbauarbeiten gestartet. 3,6 Millionen Euro investiert das Land allein für die Straße.

Von Aufbrucharbeiten gezeichnet ist momentan die Kreisstraße ab der Kreuzung bei der Kirche bis hinunter ins Tal, dort, wo die beiden Wirtschaftswege vom Auberg und dem legendären Waschbrunnen die Straße kreuzen oder einmünden. Der von der Ortsgemeinde geschaffene Parkplatz rechtsseitig, bei Fahrtrichtung Reifenberg, ist dabei zeitlich begrenzte Lagerstätte für Erdreich geworden. Riesige Berge von Straßenaushub türmen sich hier. Sie sollen zu einem späteren Zeitpunkt abtransportiert werden. Ausreichende Parkplätze gibt es weiterhin.

Die Erdmassen wurden beim Straßenaufbruch aufgenommen und hier her transportiert. Dass sie einen solchen Umfang annehmen würden, war beim Arbeitsbeginn nicht erwartet worden, wie Ortsbürgermeister Pirmin Zimmer in einem Gespräch mit dem Pfälzischen Merkur erklärt. „Gewissheit bestand darüber, dass die Querungen zum Ableiten von Druck und Sickerwasser wie dem von der Straße kommenden Oberflächenwasser unbedingt erneuerungsbedürftig sind. Doch beim Öffnen der Wasserableitungsrinnen unter der Fahrbahn musste die Verantwortlichen feststellen, dass das Wasser teilweise regelrechte Hohlräume ausgespült hat. Deshalb musste jetzt in einem weitaus größerem Umfang als zunächst angenommen der Straßenunterbau neu verfestigt werden, damit der Straßenzug seine Standfestigkeit weiterhin behält“, berichtet Pirmin Zimmer, der bei den wöchentlichen „Jour fix Terminen“ genauen Überblick über den Fortgang der Bauarbeiten bekommt.

Neben dem Erneuern der unterirdischen Wasserquerungen zum Ableiten der entstehenden Wässer wird die Kreisstraße von der Ortsgrenze bis hinunter ins Tal zum markanten Kreuzungspunkt im Fahrbahnbereich abgefräst und neu asphaltiert. Auch der besonders schadhafte Streckenabschnitt über den Einmündungsbereich der beiden Wirtschaftswege hinaus.

Vor Wochen noch sah es aus, als könnten diesen Arbeiten viel früher als im Dezember passieren. Doch die Corona-Pandemie hinterlässt auch bei diesen Arbeiten ihre Spuren. Das mit den Ausbauarbeiten beauftragte Unternehmen Wüst und Söhne aus Simmern im Hunsrück ist augenblicklich an drei Großbaustellen in der Region tätig. Zu einen an der Kreisstraße zwischen Battweiler und Reifenberg wie der eigentlichen Ortsdurchfahrt von Reifenberg, der Landstraße von Maßweiler hinunter ins Schwarzbachtal (Fausterbergstraße) und der L 472 von Queidersbach in Richtung Weselberg. Einem Großprojekt, bei dem das Land gleichfalls mehr als 5 Millionen Euro investiert.

Doch weil ein Viertel der Bauarbeiter wegen Corona nicht einsatzfähig sei, musste das Unternehmen teilweise Arbeitskräfte in Reifenberg abziehen, denn die Fertigstellung der Landstraße L 472 steht unmittelbar bevor. Dennoch, so heißt es,  stehen die Zeichen für die Dorfbevölkerung von Reifenberg in der Hinsicht gut, dass noch vor den Weihnachtsfeiertagen zumindest die Kreisstraße 76 in Richtung Nachbarortschaft und vor allem die Stadt Zweibrücken wieder befahren werden kann.