Contwiger Schäferhundverein : Erste Hilfe am Hund muss geübt sein

Im Hundeheim des Contwiger Schäferhundvereins finden mit der Tierärztin Anne Grunder gleich mehrere Erste-Hilfe-Kurse für Hunde statt. Vier Stunden lang werden die Hundebesitzer fit gemacht, ihren Lieblingen im Falle eines Falles kompetent zu helfen.

„Was mache ich, wenn …?“ Auf diese für viele Hundebesitzer heikle Frage gibt Tierärztin Anne Grunder im Hundeheim des Schäferhundvereins Contwig Antwort. Der als Pilotprojekt geplanter Workshop war mit 15 Teilnehmern ruckzuck ausgebucht und selbst der zweite Termin ist bereits voll. „Ich hatte mich gefragt, ob wir 15 Interessenten für das Thema zusammen bekommen, jetzt sind schon 45 Anmeldungen“, sieht die Tierärztin für ganzheitliche Behandlung einen enormen Bedarf.

Die Tierhalter von heute wünschten sich zum einen Aufklärung und Kompetenz, um ihrem Hund oder ihrer Katze im Notfall zunächst einmal selbst helfen zu können. Andererseits herrsche auch eine enorme Unsicherheit, wie man sich im Fall eines Falles richtig verhalte. Nach einer Theorieeinheit wird deshalb auch in Kleingruppen zu drei Personen an einem Hund geübt. Feststellen, was los ist. Entscheiden: Notfall oder nicht? Den Tierarzt oder Notdienst sachdienlich über den Vorfall, das Verhalten informieren. Gezielt und kompetent Erste Hilfe leisten. Darum geht es in den vierstündigen Kursen, die die gefragte Tierärztin in ihrer praxisfreien Zeit anbietet.

Denn nicht immer muss sofort ein Mediziner verständigt werden. Manches können auch Herrchen oder Frauchen selbst ein Problem regeln, sofern sie wissen, was zu tun und zu unterlassen ist. „Wenn noch viele Anmeldungen eintrudeln, richten wir noch weitere Termine ein“, verspricht Anne Grunder.

Der Tierärztin liegt am Herzen, dass jedem Tier geholfen werden kann. So erklärt und demonstriert sie auch, was alles zuhause getan werden kann, ohne das Tier dem Weg zum Tierarzt auszusetzen oder was in einer Nachbehandlung Sinn macht. Sie vertraut darauf: „Je kompetenter ein Tierhalter ist, desto besser geht es seinem Tier.“

Wissen allein genüge dabei besonders in dem Augenblick nicht, wo die Emotionen wie Angst eine Rolle spielten. „Das will schon einmal gemacht oder ein bisschen geübt sein“, weiß die erfahrene Fachfrau. Deshalb wird in Dreiergruppen mit jeweils einem Hund geübt: Einer diagnostiziert und entscheidet „Notfall oder nicht“ und vorinformiert den Tierarzt, die nächste erklärt, was sie machen würde und warum und die Dritte ergreift die erforderlichen Maßnahmen am Hund. Und wenn man es nie braucht: um so besser. Am Mittwoch, 7. Oktober, beginnt das erste Seminar im Hundeheim Contwig, Maßweiler Straße, um 17 Uhr und dauert bis 21 Uhr. Am Sonntag, 18. Oktober, geht die Wiederholung von 10 bis 13 Uhr. Als Verpflegung zwischendurch werden Kaffee und Kuchen gereicht. Das Seminar kostet pro Teilnehmer 30 Euro.

Infos und Anmeldung unter (0 63 75) 99 43 440.

www.annegrunder.de