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Contwig: Tränkgasse und Frühlingstraße werden saniert

Ortsgemeinderat Contwig : Rund eine Million Euro für die Straßen

Die Zahl der Baustellen in Contwig dürfte sich in nächster Zeit nicht verringern. Als nächstes steht der Ausbau von Tränkgasse und Frühlingstraße an.

der Ausbau der Contwiger Dorfstraßen, vor allem jener im alten Ortskern, hat für Ortsbürgermeister Karl-Heinz Bärmann und die Ratsmitglieder absolute Priorität. Die Blumenstraße ist neu ausgebaut, bei der Fasaneriestraße sind die Arbeiten voll im Gang und in der ersten Augustwoche wird das Straßenbauunternehmen A+B Staab aus Schmitshausen mit einer weiteren Straßenbaukolonne im Dorfalltag Akzente setzen. Der Ausbau von Tränkgasse und Frühlingstraße steht an, die Ausbaupläne stellte Ortsbürgermeister Karl-Heinz Bärmann in der letzten Ratssitzung vor.

Rund eine Million Euro werden Verbandsgemeindewerke und Ortsgemeinde diesmal investieren. Die Ortsgemeinde ist allein mit rund 550 000 Euro dabei. Ortsbürgermeister Bärmann im Gespräch mit dem Pfälzischen Merkur: „Klar, wenn wir die alten Straßenzüge, die bereits in den 60er Jahren der damaligen Bautechnik entsprechend ausgebaut wurden, nunmehr erneuern, dann prüfen wir in jedem Fall auch, wie das sich mit den Leitungen aus dem Versorgungsbereich verhält. Es würde schließlich nicht zusammenpassen, wenn sichtbar alles neu und passend hergestellt wäre und Leitungsbrüche oder andere Schadensereignisse dann plötzlich Straßenaufbrüche notwendig machen würden. Da wird im Vorfeld schon alles abgeprüft.“

Im Kanalbereich sind deshalb Arbeiten auszuführen, Standard sei es zudem, dass die Verbandsgemeindewerke bei einer solchen Straßenausbaumaßnahme die jeweiligen Hausanschlüsse zu den einzelnen Grundstücken samt den Absperrschiebern erneuern. Nicht erneuerungsbedürftig ist der Hauptleitungsstrang fürs Wasser. Leerrohre für das Glasfaser werden mitverlegt und die Pfalzwerke als Energiepartner der Ortsgemeinde im Bereich Gas wird eine Versorgungsleitung legen lassen. „Gas ist umweltfreundlich, es besteht im Ort bereits ein großes Versorgungsnetz und das wird jetzt bei diesem Ausbauprojekt erweitert“, stellt Bärmann fest.

Frühlingstraße und Tränkgasse sind kleinere Straßenzüge im alten Dorfkern der größten Ortes der Verbandsgemeinde Zweibrücken-Land. Alte Bauernhäuser prägen diesen Ortsbereich und mit Bogenleuchten wie in der Hauptstraße sollen die beiden Straßenzüge mit dem jetzigen Ausbau gleichfalls eine weitere städtebauliche Note bekommen. „Als Seitenstraßen der Hauptstraße ist das einfach passend und zudem kostensparend, weil die Leuchten an bereits bestehen Lampenträgern angebracht werden können. Die Pfalzwerke AG hat ein entsprechendes Kostenangebot unterbreitet, pro Leuchte muss mit einem Kostenaufwand von rund 830 Euro gerechnet werden.“

Wegen der Straßenbelastung durch landwirtschaftliches Gerät achtet die Ortsgemeinde auf einen druckfesten Unterbau im Straßenkörper. Ausgekoffert wird fast einen Meter tief. Die Frostschicht allein beträgt fast einen halben Meter und 22 Zentimeter hoch wird die Asphaltschicht sein, die eingebaut wird. Die beiden Straßenzüge sind insgesamt rund 250 Meter lang.

Wegen den Eigentumsverhältnissen in beiden Straßenzügen muss bei der Straßenbreite bisweilen variiert werden. „In alten Ortskernen haben wir das öfter, darauf sind wir eingestellt“. sagt Berthold Staab, dessen Firma auch jetzt wieder aufgrund des Angebotes bei den Ausbauarbeiten zum Zuge kam. Im Zuge dieser Arbeiten soll auch die Bergstraße, gleichfalls im alten Ortskern von Contwig, gegenüber des Marktplatzes liegend, saniert werden. Der Rat war sich darin einig, dass mit einem neuen Straßenbelag für Jahre wieder der Anliegerverkehr über diese Straße rollen kann. Die vorhandene Verschleißdecke wird abgefräst, eine neue aufgetragen.

Dringend notwendig sind zudem Unterhaltungsarbeiten am stark frequentierten Rad- und Wanderweg im Freizeitgebiet der Ortschaft, das von der Mühle Maurer bis zum Warmfreibad reicht. „Wurzelwerk der Randbäume hat hier die Fahrbahn gehoben, seitliche Tiefenbordsteine sind abgerutscht. Um die Verkehrssicherheit zu gewährleisten müssen wir handeln, allerdings muss noch ein Vergleichsangebot her“, beschreibt Karl-Heinz Bärmann die gegenwärtige Situation. Die Ratsmitglieder ermächtigten den Ortsbürgermeister dafür, den Auftrag an den billigsten Bieter zu vergeben.