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CDU zieht hochmotiviert in die Ratswahl

CDU zieht hochmotiviert in die Ratswahl

Die Zweibrücker Christdemokraten haben ihren Vorsitzenden Christoph Gensch gestern Abend einstimmig auf Platz eins der Stadtratsliste gewählt. Er sieht seine Partei für den Urnengang im Mai bestens aufgestellt.

Die Zweibrücker CDU zieht mit vollem Elan in den Kommunalwahlkampf. Das unterstrich gestern Abend während der Aufstellung der Liste für den Stadtrat der Kreisvorsitzende Christoph Gensch: "Wir haben eine starke Mannschaft, die sich nicht zu verstecken braucht - schon gar nicht vor der SPD!" Diese sei nach dem Eindruck Genschs wohl der Auffassung, dass die Wahl mit dem Oberbürgermeister Kurt Pirmann an der Spitze zum Selbstläufer wird. "Es ist aber nicht die Stadtspitze, die gewählt wird", betonte der CDU-Chef, der von den Mitgliedern einstimmig auf den ersten Platz der Kandidatenliste gewählt wurde. Entscheidend seien die Bewerber um die Sitze im Stadtrat. Hier seien die Christdemokraten bestens aufgestellt. Gensch bezeichnet die Kandidaten als jung, dynamisch, innovativ und motiviert bis in die Haarspitzen. Dagegen sei die SPD-Liste ein "alter Hut", den der Vorsitzende dann auch symbolisch den Mitgliedern präsentiert: "Gefühlt ist diese Besetzung schon seit meiner Geburt im Stadtrat." Die CDU könne eine Auswahl aus den verschiedensten Berufsgruppen vorzeigen. Frauen seien, auch ohne auf eine Quote zu achten, bestens repräsentiert. Es sei auch eine gute Mischung aus jungen und erfahreneren Kandidaten gelungen.

Auch wenn der eigentliche Wahlkampf erst beginne, habe die CDU Zweibrücken schon Vorbereitungen getroffen. So sei das Wahlprogramm fast fertig. Schwerpunkte seien unter anderen die Stärkung der Infrastruktur, der Erhalt von Kultur- und Sportanlagen und die regionale Energiepolitik.

Gensch, der erst seit neun Monaten die Christdemokraten in der Stadt Zweibrücken führt, blickte auch auf die ersten Monate seiner Amtszeit zurück. Besonders erfreulich sei das sehr gute Ergebnis bei der Bundestagwahl gewesen: "Hier konnte in Zweibrücken deutlich zugelegt werden." Positiv wertet er auch die Veranstaltungen, die von der Partei organisiert wurden. Hier nennt er das "Dinner in weiß" auf dem Herzogplatz und den Kabarettabend in Mittelbach mit Ingolf Lück.

Heftige Kritik übte Gensch an der Mainzer Landesregierung. Diese plane eine Neuordnung der Landtagswahlkreise, wobei die Verbandsgemeinde Waldmohr zu Zweibrücken kommen solle. "Das ist ein Gebiet, wo ich noch nie war", machte der Vorsitzende klar, dass es keinen Bezug zwischen den beiden Kommunen gebe. Besonders die Grünen bekamen von ihm das Fett weg: "Die zeigen wenig bis kein Profil. Nur wenn es um die Infrastruktur in der Westpfalz geht, dann wackelt plötzlich der Schwanz mit dem Hund!" Gensch meinte hier den Flughafen Zweibrücken und den Ausbau der B 10, wogegen sich die Grünen immer wieder aussprechen würden.

Zum Thema:

Auf einen Blick1. Christoph Gensch, 2. Christian Gauf , 3. Christiane Rauch, 4. Judith Dahlhauser, 5. Maren Müller, 6. Volker Neubert, 7. Evelyne Cleemann, 8. Elisabeth Metzger, 9. Josef Reich, 10. Gertrud Schiller, 11. Thomas Eckerlein, 12. Pascal Dahler, 13. Herbert Beckmann, 14. Christian Fochs, 15. Andreas Hüther, 16. Reinhard Kunze, 17. Stefan Krug, 18. Sandra Jäkel-Deller, 19. Johannes Müller, 20. Gabriele Beckmann. nob