CDU unterstützt Sprengart

Wallhalben. Peter Sprengart will nicht nur kritisieren. Deshalb bewirbt sich der 49-Jährige am 30. Oktober auch für das Amt des Bürgermeisters der Verbandsgemeinde Wallhalben. "Ich kann bei der Wahl nicht sagen, dass ich mit der Sache nichts zu tun habe", argumentiert der Einzelbewerber

Wallhalben. Peter Sprengart will nicht nur kritisieren. Deshalb bewirbt sich der 49-Jährige am 30. Oktober auch für das Amt des Bürgermeisters der Verbandsgemeinde Wallhalben. "Ich kann bei der Wahl nicht sagen, dass ich mit der Sache nichts zu tun habe", argumentiert der Einzelbewerber. Er wolle vielmehr eine Alternative bieten - auch wenn die Amtszeit des künftigen Verwaltungs-Chefs voraussichtlich nur zwei Jahre beträgt (wir berichteten).Dabei geht das CDU-Mitglied auch ein Risiko ein: Nach den beiden Jahren könne er nicht mehr automatisch zur Verbandsgemeinde Landstuhl zurückkehren, wo er derzeit die Kasse leitet: "Eine Freistellung gibt es nicht mehr. Ich müsste mich neu bewerben." Dennoch habe er seinen Hut in den Ring geworfen: "Es kann nicht sein, dass Leute an der Spitze stehen, die man gar nicht will."

Eine Mitgliederversammlung der CDU Wallhalben, die offiziell keinen eigenen Bewerber ins Rennen schickt, hat gestern Abend beschlossen, ihn im Wahlkampf zu unterstützen.

Obwohl auch Sprengart noch hofft, dass die Verbandsgemeinde Wallhalben nicht aufgelöst wird - so recht glaubt er nicht an den Erhalt. Der Koalitionsvertrag von SPD und Grünen sehe eine "konsequente Fortsetzung" des ersten Schrittes der Kommunal- und Verwaltungsreform in Rheinland-Pfalz vor. Deshalb fordert der Wallhalber dringend die Aufnahme von Gesprächen mit den Nachbar-Verbandsgemeinden Thaleischweiler-Fröschen und Waldfischbach-Burgalben. Mit beiden könne ein freiwilliger Zusammenschluss erzielt werden. Es sei allerdings Eile geboten, da im Juni bereits die Freiwilligkeitsphase ausläuft, in der die betroffenen Kommunen mit finanzieller Unterstützung des Landes rechnen können.

Viele Projekte könnte er in der kurzen Amtszeit nicht realisieren, räumt der Kandidat ein. Er wolle vor allem die Ortsgemeinden stärken - die Verbandsgemeinde müsse sich als Dienstleister sehen und die Dörfer nicht mehr bevormunden. Wenn es zur Zwangsfusion komme, werde er aber alles dafür tun, dass die sich die Nachteile für die Orte und Menschen in Grenzen halten.

Darüber hinaus will der Vater zweier Kinder die kürzlich gestrichene Jugendförderung den Vereinen wieder auszahlen. Jeder Verein erhalte wieder zehn Euro pro Jahr für einen Jugendlichen. Den Schwerpunkt seiner Arbeit sieht er indes in der Schaffung einer Einrichtung für betreutes Wohnen. Deren Sitz könne in Wallhalben sein.