Brücke bei Mauschbach : Aufatmen nach Ende der Bauarbeiten

Die Bürgermeister von Hornbach und Mauschbach ärgern sich bis heute, dass es nur eine umständliche Umleitung gab.

Für jede Menge Gesprächsstoff sorgte eine am Ortsende von Mauschbach in Fahrtrichtung Dietrichingen den Hornbach überspannende Brücke. Nicht wegen Brückenform, Kosten, schleppenden Arbeitsfortganges oder so. Nein, die Brücke bescherte Unannehmlichkeiten, weil man während  der Bauzeit eine nervende Umleitungsstrecke fahren musste. Diese Zeit ist nunmehr zumindest inoffiziell vorbei. Die neue Brücke bei Mauschbach kann uneingeschränkt passiert werden.  

Das bei derer Verkehrsfreigabe zu eine solchen Großprojekt übliche Brimborium mit Band-Durchschneiden  und ähnlichem fand bisher nicht statt und soll auch nicht nachgeholt werden, so war jedenfalls von Verfahrensbeteiligten zu erfahren. Nicht ganz nachvollziehbar, immerhin gibt es viel Positives zu den eigentlichen Brückenarbeiten zu berichten. Etwa, dass die Fertigstellung fast im vorgegebenen Zeitplan verlief oder die neue Brücke sich doch mit ihrer Gesamtkontur gefällig ins Gesamtbild einfügt.

Die Kosten, sonst oftmals ein Punkt mit kritischen Anmerkungen, sollen sich gleichfalls in weiterhin vertretbarem Rahmen bewegen. Zumindest ist innerhalb der mehrmonatigen Bauphase kein Wort von zuständiger Seite darüber zu hören gewesen, dass aus diesem oder jenem Grund mit erheblichen Kostensteigerungen zu rechnen sei.

Ein Stachel ist aber vorhanden und der wird vermutlich zumindest noch ein paar Wochen Nachwirkung zeigen. Die Nerven lagen nämlich bei Ortsbürgermeister Bernhard Krippleben, dessen Ortsbeigeordneten Dieter Neufang und dem Hornbacher Stadtbürgermeister Reinhold Hohn zum Maßnahmebeginn nach deren  eigenem Bekunden regelrecht blank. Auslöser dafür: die umgesetzten Vorgaben zur Umleitungsstrecke. Der Verkehrsstrom, der sonst aus dem östlichenTeil der Region nach Hornbach floss, wurde über den Flugplatz und die L 700 in die Pirminiusstadt geleitet. Für die Kommunalpolitiker vor Ort schlichtweg ein Unding. Vor allem deshalb, weil damals beim eigentlichen Bau der L 700 mit talüberspannender Brücke der Wirtschaftsweg auf der gegenüberliegenden Talseite eine passable Umleitungsstrecke gewesen ist.

Von Maßnahmebeginn so damals vom Landesbetrieb Mobilität (LBM) angeordnet und damals in den Jahren 2005/2006 auch genutzt. Hinweise auf Rechtsänderungen fruchteten jetzt gleich zum Beginn der Brückenmaßnahme über den Hornbach an der L 478 nicht, zumal sich auch das örtlich zuständige Ordnungsamt der Verbandsgemeinde Zweibrücken-Land nicht in der Lage sah, Abhilfe zu schaffen.

Die Stadt Hornbach beauftragte zur Rechtsklärung eigens einen bekannten Anwalt, bestens vertraut mit Verwaltungsrecht, doch zum Leidwesen des Stadtbürgermeisters ist dieser über Monate erkrankt gewesen und die Dinge vor Ort hatten sich anders eingespielt. Reinhold Hohn jetzt rückblickend: „Eine rechtliche Klärung hätte ich gern gehabt, allein schon wegen Nachteilen für die Geschäftswelt in der Klosterstadt, die Pflegedienste und alle jene Menschen, für die die weite Umleitungsstrecke eine Zumutung gewesen ist. An der Stelle mein Dank an die Beamten der Schutzpolizeidirektion Zweibrücken. Die hatten andere Sorgen und kamen nicht allzuoft um hier zu prüfen, wer ordnungswidrig handelt und wer nicht.“

Jetzt aber ist die Brücke in Mauschbach fertig, beim Umbau des Kreisel in Hornbach geht es zügig voran und spätestens im Dezember sitzt die Stadt Hornbach wieder mit Vertretern der Kaiserslauterer  Straßenverkehrsbehörde zusammen, wenn es um das Realisieren des zweiten Bauabschnitts der B 424 von der Klosterkirche hoch bis zum Lindenbaum und der Straße nach Brenschelbach geht.