Kindergarten und Hort in Contwig Bodenschwellen sollen Autos bremsen

Contwig · Nach Ansicht des Contwiger Ortsgemeinderates wird im Bereich des Kindergartens zu schnell gefahren.

 An Hinweisschildern, wegen spielender Kinder langsam zu fahren, mangelt es in der Bergstraße in Contwig beim Kindergarten Arche Noah und dem Hort nicht. Dennoch wird zu schnell gefahren.

An Hinweisschildern, wegen spielender Kinder langsam zu fahren, mangelt es in der Bergstraße in Contwig beim Kindergarten Arche Noah und dem Hort nicht. Dennoch wird zu schnell gefahren.

Foto: Norbert Schwarz

Die Bergstraße in der Dorfmitte von Contwig, genauer gesagt im Bereich des protestantischen Kindergartens „Arche Noah“, soll noch verkehrssicherer gemacht werden. Das haben jetzt die Mitglieder des Ortsgemeinderates in der jüngsten Sitzung beschlossen. Sie folgten damit einem von Ortsbürgermeisterin Nadine Brinette gemachten Vorschlag, im Straßenbereich des Kindergartens Bodenschweller einzubauen, damit dort zur Sicherheit der Kindergartenkinder noch langsamer gefahren wird. 

Auslöser für weiterführende, verkehrsberuhigende Maßnahmen sei das Verkehrsverhalten jener, welche diese innerörtliche Dorfstraße befahren, merkte die Ortsbürgermeisterin an und verwies darauf, dass sich dort links und rechts des Straßenzuges Einrichtungen der protestantischen Kirchengemeinde zur Kinderbetreuung befinden. „Wir haben dort zum einen den Kindergarten Arche Noah und den Hort. Die Straße ist bereits als Spielstraße gekennzeichnet und deklariert. Es gibt die entsprechenden Hinweisschilder, doch das scheint nicht immer im Verkehrsverhalten von Verkehrsteilnehmern zu fruchten. Wir als Gemeinde müssen handeln, wir können froh sein dass noch nichts Schlimmes passiert ist. Erst in jüngster Zeit sind allerdings wieder Tiere angefahren worden, was uns deutlich macht, dass hier zu schnell gefahren wird!“

 „Die Verkehrssicherheit für die Hort- und Kindergartenkinder ist mir ein großes Anliegen, deshalb sollten wir mit einem Grundsatzbeschluss die Sache angehen!“ Im Sommer, wenn es in beiden Einrichtungen Sommerferien gibt, könnten die Arbeiten ausgeführt werden. Um in der Zwischenzeit die Verkehrsteilnehmer auf viel zu schnelles Fahren aufmerksam zu machen, soll eine der bestellten Messtafeln in diesem Bereich aufgestellt werden, bis die Bodenschweller eingebaut sind. Ein Ratsmitglied fand es der Maßnahme dienend, wenn das Überfahren der Bodenschweller nicht zu akustischer Belästigung der Anwohner führt. Durch entsprechende Fundamentierungsarbeiten soll das allerdings verhindert werden. Bei einer Enthaltung wurde dem Grundsatzbeschuss zugestimmt.  

Bogenstraße und Storchengasse stehen im alten Ortskern von Contwig zum Ausbau an. Einmal mehr stehen Straßenvermessungsarbeiten an und die Ortsbürgermeisterin merkte von sich aus an, dass sie darauf bestehe, dass nicht allein mit GPS-Verfahren die Höhen ermittelt werden. Den Auftrag zur Durchführung der Vermessungsarbeiten erhielt das Vermessungsbüro Stephan Preiß aus Pirmasens, das mit rund 1000 Euro das günstigste Angebot unterbreitete. Das Büro Leo Stracke aus Waldfischbach-Burgalben wird die Baugrunduntersuchungen zum Preis von rund 4500 Euro übernehmen.

Die Brücken B 12 und B 13, sie führen über Gewässer die sich in der Baulast der Ortsgemeinde befinden und erschließen landwirtschaftlichen Verkehr, müssen saniert werden. Vor Ausschreibung der Sanierungsarbeiten ist allerdings eine genaues Schadensanalyse notwendig. Bei der Schadensanalyse ist mit Kosten in Höhe von rund 14 000 Euro zu rechnen. Den Auftrag erhielt das Planungsbüro Hoffmann.

Kein großes Thema im Rat wurde das Begehren der Bundeswehr, für die militärische Anlage auf dem Standortübungsplatz bei Mörsbach (Polygone) den Schutzbereich auf fünf Kilometer anzuheben. Dezidierte Wortbeiträge gab es nicht. Nadine Brinette verwies bereits auf die Beratungen im Verbandsgemeinderat und die verschiedenen Beiträge. Die von der Verwaltung ausgearbeiteten Stellungnahme wurde angenommen, wobei David Betz (SPD) nochmals darauf aufmerksam machte, dass das Gespräch mit der Bundeswehr zu mehr Transparenz und Hintergrundinformationen gesucht werden sollte. Die Ratsmitglieder waren für die Verwaltungsvorlage und den Gesprächen mit der Bundeswehr als Antragsteller.