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Bis zu 30 neue Bauplätze in Hornbach

Stadtrat Hornbach : Mehr Platz für Ältere und jüngere Bürger

Die Rede ist allein von bis zu 30 Bauplätzen in der Nähe von „Im Hoffeld“ in Hornbach.

Die Zielrichtung für das Schaffen eines neuen Baugebietes scheint in der Klosterstadt Hornbach klar zu sein. Reines Verwaltungsprozedere ist dabei die förmliche Widmung eines Teilstücks vom „Kirschbacher Weg“ gewesen. Dennoch, oberhalb dieser Gemeindestraße wird sich aus baulicher Entwicklungssicht in der Klosterstadt in den kommenden Jahren etwas tun, das ist nach der Stadtratssitzung vom Dienstag definitiv, neben dem vom Stadtrat einstimmig gefassten Widmungsbeschluss für erwähntes Teilstück des zitierten Kirschwacher Weges. 

Vor Wochen bereits sprach der Pfälzische Merkur mit Stadtbürgermeister Reinhold Hohn über die kommunalen Aufgaben, die dringend in diesem Jahr trotz Corona auf den Weg zu bringen sind. Ergänzend dazu Hohn jetzt im Gespräch mit dem Pfälzischen Merkur: „Wir haben letztes Jahr dem Ingenieurbüro Dilger aus Dahn den förmlichen Auftrag zur Machbarkeitsstudie für ein neues Baugebiet erteilt. Daneben haben sich alle Fraktionen im Rat die Problematik „Älter werden in der Heimat“ auf  die Fahnen geschrieben. Hornbach hat eine ausgezeichnete Infrastruktur. Einkaufsmärkte, Ärzte, Apotheke, Banken – wir haben hier in Hornbach alles. Dazu noch mit der Geschichte unserer Stadt, der Naherholung und auch dem Kloster ein touristisches Aushängeschild ersten Ranges. Die zentrale Lage unserer Stadt, die Nähe zu Frankreich, zur Autobahn, das alles macht Hornbach für viele Menschen attraktiv. Dem wollen wir unbedingt Rechnung tragen. Für Neubürger einerseits, für Menschen, die in ihrer Heimat älter werden wollen, ebenso. Neubaugebiet und Seniorenwohnanlage in jeglicher Form können wir in Hornbach anbieten. Die Gespräche sind noch nicht abgeschlossen, doch die Machbarkeitsstudie lässt nicht allein den Bedarf erkennen, wir wissen auch die Dinge auf den Weg zu bringen“, stellt Reinhold Hohn erneut fest und glaubt, dass bisher noch offenen Fragen spätestens im Herbst soweit geklärt sind, dass die Zielrichtungen dann klar und deutlich zu formulieren sind.

„Es gibt verschiedene Varianten gerade bei der Altenbetreuung und Pflege. Wir sind bei alledem am Ball. Das gilt ebenso für ein neues Baugebiet. Dabei gilt es die Erschließungsformen abzuklären. Daran arbeiten wir.“

Der Umfang des künftigen Terrains für neue Eigenheime sei zwar noch nicht konkret abgesteckt, doch Stadtbürgermeister Hohn geht davon aus, dass es 30 neue Eigenheime in der Nachbarschaft des früheren Neubaugebietes „Im Hoffeld“ schon geben könnte. Der Kirschbacher Weg könnte dabei ein Erschließungsweg werden. Schon kommenden Monat soll konkreter über die Erschließungsmöglichkeiten für Neubaugebiet und eine „Seniorenresidenz“, wie sie jetzt bereits die zweite in Contwig geschaffen wird, gesprochen werden. Das Gelände oberhalb des Wasgau-Einkaufsmarktes präferiert Stadtbürgermeister Hohn mehr für die denkbare „Seniorenresidenz“. Im gegenwärtigen Neubaugebiet „Mühlacker“ jedenfalls gebe es keine freien Bauplätze welche die Stadt anzubieten habe. Das Interesse am Hornbachtal und der Klosterstadt ganz punktuell sei jedoch ungebrochen. 

Zielstrebig arbeiten die Stadtverantwortlichen von Hornbach das innerörtliche Straßensanierungsprogramm ab. Für dieses Jahr sind die Erneuerungsarbeiten in den beiden Straßenzügen „Auf der Platte“ und „Sankt Johanner Weg“ fest eingeplant. Im kommenden Jahr soll es mit dem Ausbau der Talstraße weitergehen. Damit das Leistungsverzeichnis alle notwendigen Positionen umfasst, soll eine Baugrunduntersuchung die richtigen Aufschlüsse geben. 

Die Aufträge für den Ausbau des Sankt-Johanner-Weges und Auf der Platte musste Stadtbürgermeister Reinhold Hohn per Eilentscheidung vergeben. Darüber informierte er nunmehr die Stadtratsmitglieder. Insgesamt investiert die Klosterstadt Hornbach in den Ausbau dieser beiden Straßen 698 000 Euro. Abgesetzt haben die Stadtratsmitglieder den Beschluss über die Aufgabe des Bushaltepunktes „Mühlacker“. Vor der Entscheidung seien noch Detailfragen zu klären, dem Absetzungsantrag wurde einstimmig zugestimmt.