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Bindeglied zwischen Senioren und Polizei

Bindeglied zwischen Senioren und Polizei

Zweibrücken. Ältere Menschen empfinden bestimmte Lebenssituationen weit bedrohlicher als andere Altersgruppen. "Um diesem erhöhten Sicherheitsbedürfnis zu entsprechen, entstand die Idee, dieser Klientel im unmittelbaren Lebensumfeld Ansprechpartner zur Verfügung zu stellen", informiert Ulrich Kopf, Leiter des Zweibrücker Seniorenbüros

Zweibrücken. Ältere Menschen empfinden bestimmte Lebenssituationen weit bedrohlicher als andere Altersgruppen. "Um diesem erhöhten Sicherheitsbedürfnis zu entsprechen, entstand die Idee, dieser Klientel im unmittelbaren Lebensumfeld Ansprechpartner zur Verfügung zu stellen", informiert Ulrich Kopf, Leiter des Zweibrücker Seniorenbüros. Ehrenamtliche Sicherheitsberater für Senioren seien keine "Ersatz-Sheriffs". Vielmehr könnten sie durch Tipps und enge Kontaktpflege vor Ort eine hilfreiche Arbeit leisten und das subjektive Sicherheitsgefühl gerade der älteren Mitbürger steigern. Außerdem würden sie in diesem Bereich ein Nachbarschafts-Netzwerk schaffen, das insbesondere für Alleinstehende sehr wichtig sein kann. Die Berater seien ein Bindeglied zwischen den Senioren und der Polizei."Der Bevölkerungsanteil der über 60-Jährigen wird in den kommenden Jahren noch weiter ansteigen", so die Prognose von Kopf. Zugleich weise diese Altersgruppe eine deutlich stärkere Furcht vor kriminellen Übergriffen auf. Um diesem erhöhten Sicherheitsbedürfnis zu entsprechen, entstand das Projekt der Sicherheitsberater. Vor zehn Jahren begann das Polizeipräsidium Westpfalz mit deren Ausbildung. 223 Beraterinnen und Berater nahmen seither ihre Tätigkeit auf, rund 140 von ihnen sind heute noch tätig. "Auch in Zweibrücken wird in dem Arbeitskreis dringend Nachwuchs gesucht", informiert der Seniorenbeauftragte der Stadt. Anmeldungen nehme er gerne entgegen. Seniorenbüro Zweibrücken, Herzogstraße 1, Telefon (0 63 32) 87 15 31.