Westpfälzerin Opfer Polizei warnt: Betrüger warnen vor Betrügern

Zweibrücken/Kaiserslautern · Dreiste Betrugsmasche in der Westpfalz. Eine Frau verlor viel Geld, weil sie einer – angeblichen – Hausbank-Mitarbeiterin vertraute.

Die Frau klickte einen per SMS gesandten Link an, um ihr Geld zu schützen – doch bewirkte damit das Gegenteil.

Die Frau klickte einen per SMS gesandten Link an, um ihr Geld zu schützen – doch bewirkte damit das Gegenteil.

Foto: dpa/Marcus Brandt

Mit einer miesen Masche haben Betrüger eine Frau aus der Westpfalz hereingelegt. Wie die 54-Jährige am Dienstag zu Protokoll gab, hatte sie am Pfingstwochenende einen Anruf einer unbekannten Frau erhalten, die sich als Mitarbeiterin ihrer Hausbank ausgab, so das Polizeipräsidium Westpfalz in einer Pressemitteilung.

Die Anruferin behauptete, dass es mehrere unberechtigte Abbuchungen vom Konto der 54-Jährigen gegeben habe. Sie bot der vermeintlich betrogenen Kundin ihre Hilfe an, die Buchungen rückgängig zu machen.

Die 54-Jährige glaubte die Geschichte und ging auf die verabredete Vorgehensweise ein: Sie erhielt per Handy-SMS einen Link, den sie anklickte – in dem Glauben, damit die Abbuchungen wieder zu stornieren. Was die Frau in ihrer Aufregung nicht realisierte: Es war genau andersrum, das heißt: Mit dem Anklicken des Links gab sie mehrere Abbuchungen über ihre Kreditkarte frei. Nur dank des eingerichteten Zahlungslimits war bei einer abgebuchten Summe von 3000 Euro Schluss, sonst hätten die Betrüger noch mehr erbeutet.

Nach den Feiertagen bemerkte die 54-Jährige den Betrug und entschloss sich zur Anzeige bei der Polizei. Die Ermittlungen laufen. Das Geld dürfte allerdings „futsch“ sein. Den Wohnort der Frau verriet das Polizeipräsidium nicht.

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