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Bedarfsgemeinschaften im Landkreis häufen sich

Bedarfsgemeinschaften im Landkreis häufen sich

Ein ständiger Anstieg seit Jahresbeginn an Bedarfsgemeinschaften, die Hartz-IV-Leistungen erhalten, das hat zu einer Nachfrage der CDU-Fraktion im Kreisausschuss in der Kreisverwaltung in Pirmasens geführt. Mit 1451 Bedarfsgemeinschaften ist der Landkreis ins Jahr 2014 gestartet, inzwischen sind es im April 1532 gewesen.

CDU-Sprecherin Susanne Ganster wollte von Landrat Hans Jörg Duppré wissen, was die Gründe für diese Entwicklung seien.

Dieser wiederum hatte keine wirklichen sachlichen Ursachen gefunden, sondern sieht die extrem niedrige Zahl an Bedarfsgemeinschaften im Landkreis als Ursache. Da schlagen einige wenige zusätzliche Fälle dann gleich einmal in der Statistik richtig durch, meinte der Landrat. Und er ergänzte: "Wir sind auf einer Stufe angelangt, auf der nur noch schwer weitere Erfolge bei der Vermittlung von Langzeitarbeitslosen zu erzielen sind."

Dennoch bleibe die Kommunale Jobbörse der Kreisverwaltung aktiv, kündigte Duppré an. In den nächsten Wochen will er sich mit allen Fallmanagern treffen, um sich gemeinsam mit ihnen auf die Suche nach neuen und zusätzlichen Möglichkeiten zu machen, um doch noch weitere Hartz-IV-Bezieher in den Arbeitsmarkt vermitteln zu können.

Im April wurden im Landkreis 1021 Langzeitarbeitslose registriert, als erwerbsfähig galten 2012 Leistungsberechtigte. In Qualifizierungsmaßnahmen befanden sich im April 187 Langzeitarbeitslose, davon 31 unter 25 Jahren.