Bauprojekte haben Vorrang

Mit dem Oberbeiwalderhof und dem Rückbau der Bundesstraße sollen kommendes Jahr in Hornbach wichtige Projekte realisiert werden. Im Blick hat die 1500-Einwohner-Gemeinde aber auch den Tourismus, altersgerechtes Wohnen und die Zusammenarbeit mit den Nachbarn.

Im kommenden Jahr sollen in Hornbach gleich mehrere Bauprojekte realisiert werden. Das kündigte Bürgermeister Reiner Hohn (FDP ) im Gespräch mit dem Pfälzischen Merkur an. Zum einen werde es im Frühjahr mit dem Rückbau der Bundesstraße 424 losgehen. Mit dieser Maßnahme soll der Kern des Ortes mit seinen rund 1500 Einwohnern deutlich entlastet werden. So habe der Lastverkehr dann kaum noch eine Chance, durch die enge Straße zu kommen und muss nun endgültig auf die Landesstraße 700 ausweichen, die über eine Brücke an Hornbach vorbeiführt. Der Rückbau erfolge auf der Strecke zwischen dem Bekleidungsmarkt und der Kreuzung Grünewald.

"Wir müssen das Projekt bis Ende 2017 fertigstellen, da dann die Schlussrechnung für die Sanierung erfolgt", macht Reiner Hohn deutlich, dass es keinen Aufschub geben könne. Mit dem Landesbetrieb für Mobilität (LBM) sei diese Maßnahme bereits abgesprochen.

Neben dem Rückbau der Bundesstraße ist ein weiterer Arbeitsschwerpunkt in Hornbach der Umbau des Oberbeiwalderhofes in eine psychosomatische Klinik. Die Baugenehmigung hierfür sei schon erteilt worden, so dass auch hier nach dem Winter die Arbeiten beginnen könnten. Geplant sei eine Parkklinik mit über 50 Zimmern, mit Therapieräumen und einem Gastronomiebereich (wir berichteten mehrfach). Insgesamt sollen hier nach Fertigstellung über 30 Arbeitsplätze entstehen. Hohn sieht die künftige Privatklinik als eine große Bereicherung für den Ort. Weitere Ideen gebe es auch bereits, wie beispielsweise einen Park oder eine Seilbahn über den Hornbach .

Ein großes Anliegen für Hohn ist es, Hornbach fit für die Zukunft zu machen. Dabei spiele das Wohnen im Alter eine große Rolle. Um Vorschläge auszuarbeiten und entsprechende Projekte anzustoßen, hat der Hornbacher Rat nun hierfür einen Sozialausschuss gegründet. Auch im Bereich des Tourismus soll es weitere Angebote geben, wie vier Wanderwege in und um Hornbach oder einen großen Premiumwanderweg. Wichtig sei auch eine verstärkte interkommunale Zusammenarbeit. Hohn selbst hat bereits Gespräche dafür geführt. Ein Projekt hierfür sei möglicherweise der vom Naturschutzbund vorgeschlagene Wanderweg, der vom Saarland bis in die Rheinebene führen soll. Auch beim Stadt-Umland-Konzept gebe es erste Ansätze für eine Zusammenarbeit über Gemeinde- und Ländergrenzen hinweg.