Baupläne in Dellfeld : Um Huberhof sollen Häuser wachsen

Geplant sind auf dem Gelände an der Schulstraße in Dellfeld ein Mehrgenerationen-Haus und drei Grundstücke für Einfamilienhäuser.

Falkenbusch ist ein Ortsteil von Dellfeld. Auf der östlichen Seite des Schwarzbachs stellt die Schulstraße die  Verbindung dar. Der vor Jahren noch spürbare Übergang von Dellfeld Ort und Dellfeld-Falkenbusch, wie beispielsweise auch die Deutsche Bahn ihre beiden Haltepunkte betitelt, könnte jetzt noch mehr verschwinden, denn im Bereich des Huberhofes soll es bauliche Aktivitäten geben. Dem Aufstellungsbeschluss für einen neuen Bebauungsplan stimmten jetzt die Mitglieder des Ortsgemeinderates mit Ortsbürgermeisterin Doris Schindler an der Spitze zu. 

Wie der Entwurf des Bebauungsplanes aufweist, gibt es zwei Baubereiche um den früheren Huberhof, der vor Jahren noch ein Vollerwerbsbetrieb und Namensgeber für den Hof gewesen ist. Inzwischen wechselten die Eigentumsverhältnisse, ein Dorfbewohner hat das Hofgelände erworben und nutzt die Hofstätte überwiegend für Pferdehaltung. Das Weideland drumherum soll künftig der Wohnbebauung dienen, dabei möchte der Investor ganz neue Wege gehen. Die Bebauung würde sich einerseits in Richtung Grundschule ausdehnen, welche gegenwärtig von der Verbandsgemeinde Zweibrücken-Land saniert und erweitert wird und gegen den Ortsteil Falkenbusch hin, wo das nunmehr entstehende Bauland an eine bereits vorhandene Wohnbebauung schließen würde. Die dortige Bebauung jedoch höhergelegen zur schon vorhandenen Bebauung entlang der Schulstraße. Für diese Bebauung müsste eine gesonderte Erschließungsstraße geschaffen werden, derweil die Wohnbebauung in Richtung Grundschule und somit zum Ort Dellfeld hin über die bereits vorhandene Schulstraße erfolgen kann. 

Mit der jetzigen Bebauungsplanung soll die Grundlage dafür geschaffen werden, dass ein Mehrgenerationenhaus mit insgesamt zehn Eigentumswohnungen  und drei Penthouse-Wohnungen entsteht. Das weitere Gelände im Anschluss daran soll für drei Einzelgebäude sein. Für das Mehrgenerationen-Haus ist ein Flächenbedarf von rund 1700 Quadratmeter vorgesehen. die drei Wohngrundstücke haben eine Größe von 470 bis 523 Quadratmetern.

Das Mehrgenerationen-Haus soll als Effizienzhaus 40 EE errichtet werden. Derartige Häuser zeichnen sich dadurch aus, dass 55 Prozent des gesamten Hausbedarfs durch erneuerbare Energie erbracht wird. Damit wird der künftige Mindeststandard an Neubauten schon jetzt erfüllt. Zudem wird es eine Tiefgarage geben, mit der nicht allein die Parksituation für die Wohnanlagen im Mehrgenerationenhaus gelöst werden kann. Die Tiefgarage soll eine Länge von geplanten 30 Metern haben und Raum für fast ein Dutzend Stellplätze bieten. Wohngebäude mit Innenhöfen werden einmal die Sicht auf die Tiefgarage verhindern, es wird also kein „Klotz in der Landschaft“ geben.

Es liegt alles dicht bei Kindergarten und frisch sanierter Grundschule wie dem Dellfelder Bürgerhaus. Ortsbürgermeisterin Doris Schindler steht ebenso wie die Ratsmitglieder hinter dem Großprojekt, weiß sie doch, dass der Wohnwert von Dellfeld auch mit einer derartigen Investition nur steigen kann.