Mauschbach Blankes Unverständnis über die stockende Planung

Mauschbach · Mauschbachs Bürgermeister hofft, dass es jetzt endlich mit dem Bauland klappt.

 Der Fahrzeugverkehr aus Hornbach oder Dietrichingen ist bei der Ortseinfahrt in Mauschbach viel zu schnell unterwegs.  

Der Fahrzeugverkehr aus Hornbach oder Dietrichingen ist bei der Ortseinfahrt in Mauschbach viel zu schnell unterwegs.  

Foto: Norbert Schwarz

Mauschbachs Ortsbürgermeister Bernhard Krippleben schiebt weiter Frust, auch im Jahr 2022. Seine insgeheim gehegte Hoffnung, mit der Baulanderschließung würde es noch im Jahr 2021 noch was werden, sind gleich einer Seifenblase zerstoben. Die Gründe dafür erschließen sich dem ehrenamtlichen Amtsträger nicht einmal andeutungsweise. Aus Sicht der Ortsgemeinde sei alles geliefert. Probleme gebe es allein in der Frage der Rückhaltung der Außengebietswässer. Doch niemand könnte eigentlich sagen wo es tatsächlich hapert. 

„Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt. Ich hoffe dass es mit den Erschließungsarbeiten für unser Baugebiet noch in ersten Quartal 2022 losgeht.“ Frust macht sich beim Bürgermeister der kleinsten Ortschaft in der Verbandsgemeinde Zweibrücken-Land breit. Auf keinen Fall grundlos, wie seine akribischen Zeitschilderungen zu den Abläufen erkennen lassen. Krippleben: „Zusammen mit den Mitgliedern des Ortsgemeinderates war meine Hoffnung, vielleicht noch vor den Weihnachtsfeiertagen grünes Licht für die Baulanderschließung zu unserem kleinen Baugebiet zu bekommen. Passiert ist allerdings nichts. Ein externes Prüfungsbüro bekam rechtzeitig die bei der Gemeinde angeforderten Unterlagen. Erst jetzt, im Januar ist man beim besagten Büro aktiv geworden, nachdem ich mehrmals anrief und nach dem Sachstand erkundigt habe. Letzte Rückmeldung: „Das können wir nicht rechnen, das betrifft ja den Außenbereich!“

Für den engagierte Ortsbürgermeister ist in diesem Moment eine Welt zusammengebrochen. Erst nichts, tun, dann prüfen um festzustellen – das können wir nicht machen! Für Bernhard Krippleben der das Metier kennt, und auch den Rat ist das nicht nachvollziehbar.

Ärgerlich ist es insbesondere deshalb, weil es ursprünglich Absicht gewesen sei einem Erschließungsträger die Sache anzutragen und erledigen zu lassen. Ortsbürgermeister Krippleben: „Der Schmitshauser Staab hatte in Kleinsteinhausen ratzfatz das Baugebiet bei der Buchhecke erschlossen. Bei uns wäre das genau so schnell erledigt worden. Wir mussten aber „umdenken“, weil die Verwaltung Probleme im Erheben des Straßenbeitrags für den Ackerweg sah, der als Gebietserschließung dient. Also sind wir von unserer Grundidee bedauerlicherweise abgerückt. Auf meiner Bewerberliste für ein Baugrundstück hatte ich ein Dutzend Interessierte. Davon habe sich schon welche verabschiedet, weil sie andernorts schneller zu einem Bauplatz kommen. Muss man sich dann wundern, wenn Ortsbürgermeister und Ratsmitglieder stinksauer sind?“

Jetzt ruhen bei Krippleben alle Hoffnungen auf dem 1. Quartal des Jahres 2022. Mit den Verantwortlichen bei der Verbandsgemeindeverwaltung, dem Werkleiter und der Landkreisverwaltung Südwestpfalz stünden in der kommenden Zeit Klärungsgespräche an. Bis März, so die Hoffnung des Mauschbacher Ortsbürgermeisters, sollte endlich alles in trocknen Tüchern sein. 

Mit dem sich abzeichnenden Ausbau der Althornbacher Straße will Mauschbach wiederkehrende Beiträge einführen. Bernd Krippleben hat sich längst über die angedachten Änderungen von Grundsteuererhebung und dem wiederkehrenden Beitrag im Straßenausbau kundig gemacht. Die Veränderungen bei der Grundsteuer seien ja höchstrichterlich bereits geklärt. In diesem Gesamtzusammenhang habe sich auch der Ortsgemeinderat dafür ausgesprochen, dass bis 2030 alle Dorfstraßen von Mauschbach erneuert sind. Die Grundstückseigentümer aus dem Neubaugebaut würden derzeit ohnehin noch von einer Beitragserhebung verschont sein. Die Althornbacher Straße sei wohl die teuerste Straßenerneuerung. Neben diesem Straßenzug gebe es noch weitere fünf bis sechs Straßen. Das sollte bis 2030 zu schaffen sein.

Die Weichen für den dörflichen Nachwuchs seien mit der Erweiterung des Kindergartens in Althornbach gestellt. Die Frage der personellen Trägerschaft zudem geklärt. Wie mit der Kita-Trägerschaft insgesamt komme (Träger ist der Zweckverband der Landeskirche der Pfalz) sie spätestens beim Umsetzen des Vorhabens „Anbau“ wohl auf den Prüfstand, findet Krippleben und meint: „Wir sind mit der Kindergartenregelung bestens aufgehoben und noch immer ist es ein Traum von mir, dass es mal einen Tunnel nach Mauschbach gibt, wo dann die Kinder zu Fuß in den Kindergarten gelangen können! 

Feste zünftig zu feiern, das hätten die Mauschbacher schon immer gut verstanden und mit ihren Freunden, vor allem auch denen aus dem benachbarten Frankreich will Mauschbach auch dieses Jahr wieder unter normalen Bedingungen feiern dürfen. Die Pandemie habe viel gelähmt und das findet Bernhard Krippleben für die Dorfgemeinschaft nicht gut. „Wieder Boule oder Fußball spielen können und gesellig bei der Grillhütte unterwegs zu sein“, das ist ein inniger Wunsch des Ortsbürgermeisters, dem am Schluss noch ein Thema unterkommt: „Seit Jahren bemühen wir uns, den einfließenden Fahrzugverkehr Geschwindigkeitsmäßig auszubremsen. Daneben habe wir innerhalb der Ortsdurchfahrt scheppernde Kanaldeckel und Schlaglöcher. Der LBM in Kaiserslautern müsste aktiv werden. Doch die Bauaufsicht im orangefarbenen Kontrollbus umfährt die Schlaglöcher gewissenhaft!“