1. Pfälzischer Merkur
  2. Zweibrücken-Land

Bauland für junge Familien in Mauschbach

2021 in Mauschbach : Jungen Familien weiter eine Heimat geben

In diesem Jahr wird die Schaffung von Bauland in Mauschbach ein wichtiges Arbeitsfeld der Kommunalpolitik sein.

Bauland ist in der kleinsten Ortschaft der Verbandsgemeinde Zweibrücken-Land, in Mauschbach, Mangelware. Die längste Zeit allerdings, denn Ortsbürgermeister Bernhard Krippleben setzt zusammen mit den Verantwortlichen im Rat alles daran, den Bauwilligen, insbesondere jungen Familien, die Chance zu geben, weiterhin am Ort sesshaft zu bleiben. Krippleben: „Das geht nur, wenn wir ihnen die Möglichkeit einräumen, sich ihre eigenen vier Wände zu schaffen.“ In der Gemarkung Plomb, gegenüber dem idyllischen Freizeitgebiet, ist eine dritte Erweiterung geplant. Gespräche mit den Grundstückseigentümern laufen. 

Sechs, vielleicht sogar acht neue Bauplätze sollen es werden. An Bauinteressierten mangelt es nicht. Dem wollen die Verantwortlichen im Rat mit aller Macht Rechnung tragen. Die Weichenstellung dazu ist bereits vor längerer Zeit gestellt worden und hat jetzt mit der Zustimmung zum Straßenausbauplan eine weitere Hürde genommen. Ortsbürgermeister Bernhard Krippleben bereits im Vorfeld zur letzten Ratssitzung zum Pfälzischen Merkur: „Zu den Kernfragen bei einer Baulanderschließung zählt ja immer: Gibt es überhaupt Bauwillige, solche, die in Mauschbach bauen wollen? Ja, die gibt es und schon bisher haben wir die Baulanderschließung stets mit dem passenden Augenmaß verfolgt. Das ist auch jetzt ein gewisses Faustpfand, denn die planerischen Vorgaben können wir bereits aus der Schublade holen“, stellt Ortsbsürgermeister Krippleben fest und erinnert an die Vorarbeit des ehemaligen Ortsbürgermeisters Hans Stadler.

Mit einer Hand voll Grundstückseigentümern wird die Verwaltungsspitze des Ortes in naher Zukunft wegen des Flächenerwerbs verhandeln. Bereits in der Vergangenheit ist man mit dieser Erschließungsvariante bestens gefahren, konnte eine Vermessung im Eigenbesitz vornehmen und damit in einem angemessenen Zeitfenster erschlossene Baugrundstücke anbieten. „Das Bauen muss ja für die jungen Familien möglich sein und wenn schon Bauplatz und Erschließung das Konto überproportional belasten, dann können sich viele das Bauen  überhaupt nicht mehr leisten, was umgekehrt für die Ortsgemeinde Stillstand in der Entwicklung bedeuten würde.“

Sobald die Grundstücksfragen geklärt sind, folge der nächste Schritt, das Ausschauhalten nach einem adäquaten Erschließungsträger. „Die WVE aus Kaiserslautern als Tochtergesellschaft der dortigen Stadtwerke ist beispielsweise ein solcher Partner gewesen, doch jetzt beim dritten Bauabschnitt werden die Karten neu gemischt, sind die Ratsmitglieder wieder aufgefordert,  die beste und kostengünstigste Auswahl zu treffen.“ Eine wegweisende Entscheidung war jetzt bereits gefordert. Wie soll der Ackerweg als Erschließungsstraße ausgebaut werden? Das Ingenieurbüro Dilger aus Glan-Münchweiler hat sich dazu schon einmal Gedanken gemacht und die Ergebnisse jetzt dem Rat vorgestellt. Kerstin Leßmeister als Dipl.-Ing. (FH) stellte mehrere Planungsvarianten zum Ausbau der Erschließungsstraße vor.

Eine durchgängige Straßenbreite ist dabei nicht vorgesehen, diese variiert vielmehr zwischen 4,70 und 5,70 Metern Breite. Die Hanglage und die Bebauung des rund 6500 Quadratmeter großen Baugebietes macht unterschiedliche Breiten notwendig. Asphalt oder Pflasterbelag? Dass sich die Ratsverantwortlichen letztlich dafür entschieden haben, dass die Erschließungsstraße gepflastert wird liegt daran, dass man mit einem solchen Ausbau in anderen Abschnitten des Neubaugebietes gute Erfahrungen gemacht hatte. Bei der Kostenentwicklung ist ein Ausbau in Asphalt zwischenzeitlich sogar teurer als mit Pflaster.  Zudem erinnerte der Vorsitzende Bernhard Krippleben daran, dass auch die Schulstraße mit einem Pflasterbelag ausgestattet ist und deshalb ein stimmiges Dorfbild zu schaffen wäre. Um starten zu können, modifizierte jetzt auch der Rat den rechtsgültigen Bebauungsplan welcher aus dem Jahr 1998 stammt. Krippleben: „Damals hat die Verwaltung noch stark reglementiert. Die Bauherrn habe heute mehr Freiräume. Farbe der Dachziegel, Firstrichtung und ähnliche Dinge werden den Bauherrn zur freien Entscheidung überlassen.