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Bald sollen die Bagger wieder rollen

Bald sollen die Bagger wieder rollen

Witterungsbedingt ruhen im Augenblick die seit Herbst 2013 laufenden Umgestaltungsarbeiten auf dem Martinshöher Friedhof. Bisher sind sie gut vorangekommen. Für das Projekt sind 140 000 Euro veranschlagt.

Die Schlechtwettertage haben zu einem Arbeitsstillstand auf dem Martinshöher Friedhof geführt. Trotzdem hat die im letzten Herbst begonnene Umgestaltung sichtbare Spuren hinterlassen, für Bürgermeisterin Barbara Schommer gibt es keine Ansätze zur Kritik: "Wir haben mit den Sicherungsarbeiten im alten Friedhofsteil hinter dem Kreuz begonnen. Das war abgesprochen und sollte im Hinblick auf strenge Wintertage noch im alten Jahr erledigt werden. Der Winter ist vorerst noch ausgeblieben, die Treppen- und Verbindungswege sind weitgehend erneuert oder saniert und mit den weiteren Arbeiten ist das beauftragte Unternehmen gleichfalls gut vorangekommen." Der Gemeindefriedhof, auf halbem Wege von Ortslage zum Sportzentrum des SV Martinshöhe gelegen, ist vor Jahrzehnten noch alles andere als ein Aushängeschild für das Dorf gewesen. Mit seiner Umgestaltung hatte vor Jahrzehnten der damalige Bürgermeister Hubert Theis begonnen und damit besondere Akzente für den Ort gesetzt, wo die Dorfbewohner ihre letzte Ruhe verbringen. "Unser Friedhof hat trotz seiner topografischen Zwangspunkte eine besondere Note. Den erkennbaren parkähnlichen Charakter wollen wir nicht nur bewahren, er soll noch mit den entsprechenden Gestaltungsmitteln verfestigt und vertieft werden", sagt heute Schommer und freut sich, dass trotz vielen Regen- und Feiertagen sowie Urlaubszeit in den nächsten Tagen die Bauarbeiten wieder anlaufen sollen.

Auch Bauleiter Helmut Werner vom Planungs- und Bauleitungsbüro Decker aus Kusel ist zufrieden. Unterm Strich seien die Arbeiten trotz des schlechten Wetters gut vorangegangen. "Wir mussten entscheiden, wo wir beginnen und das ist für uns der Sanierungsbereich bei den alten Grabfeldern gewesen. Dort lag unser Augenmerk auf den dringend notwendigen Verkehrssicherungsmaßnahmen an Treppenaufgängen und Verbindungswegen. Zum Arbeitsbeginn konnte noch niemand davon ausgehen, dass wir im Januar noch immer keine festen Frosttage haben würden." Gleich links beim Haupteingang konnten zudem die alten Gräber beseitigt und mit Verbundsteinen der Weg zum Wiesenurnengrabfeld hergestellt werden. 350 Quadratmeter ist dieser Abschnitt groß und neben den Wiesenurnengräbern ist hier auch ein anonymes Beisetzen von Verstorbenen im Urnengrab möglich. Beim Friedhofssteinkreuz ist jetzt eine Fläche von 700 Quadratmetern als neue Belegungszone urbar gemacht worden. Dort soll es 45 Einzelgräber und 114 Urnengräber geben.