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Kerwe: Ausflüge und unglückliche Liebe

Kerwe : Ausflüge und unglückliche Liebe

Bei der Kerwerede in Walshausen kamen die Ereignisse der vergangenen Monate noch einmal aufs Tapet.

Das Kerwefeiern hat für dieses Jahr sein Ende gefunden. Groß gefeiert wurde an diesem zweiten November-Wochenende allein noch in Walshausen. Doch eines vorweg, die Bürger des Ortes ließen es einmal mehr mächtig krachen. Die gesamte Einwohnerschaft feierte mit.  Allen voran Ortsbürgermeister Gunter Veith mit seinem riesigen Helferteam.

Zur Tradition der Walshauser Kerwe zählte der sonntägliche Umzug mit dem Kerwestrauß. Wie schon im vergangenen Jahr ging es dabei nach den Schlepper-Unfällen in der Region per pedes durch den Ort und wie gewohnt stärkten sich alle bei einer ausgiebigen Vesper am Dorfbrunnen. Auch das hat Tradition und wie immer war der Chefkoch der Ortsbürgermeister höchstpersönlich. Rühreier aus der großen Gusspfanne gab es. 200 Eier, acht Kilo Bacon-Speck und etwas mehr als zwei Liter Milch waren dafür notwendig.

„Das ist der Wahnsinn, eine Kerb der Superlative. Alles friedlich, alles begeistert. Zum Auftakt schon eine riesige Teilnehmerschar beim Fackelumzug am Freitag, als die Kerwe ausbuddelt wurde.“ Mit Schürze, Schaber und einem zünftigen bayerischen Seppl-Filzhut auf dem Kopf hatte der Ortsbürgermeister unter dem Ziegeldach des kleinen Wartehäuschens beim Dorfbrunnen mit weiteren Helfern Stellung bezogen und die Bewirtung aller am Sonntag vorgenommen.

Der bühnenerprobte Hans Baumeister und Mathias Fischer richteten bei der Kerwerede das Wort an die neugierigen Zuhörer. Ob des Wetters war die Kerwerede in den großen Saal des Dorfgemeinschaftshauses verlegt worden, wo viele Zuhörer den Neuigkeiten lauschten, die in diesem Jahr für passend erachtet wurden, um einen Platz in der mit vielen Überraschungen gespickten Kerwerede zu beklommen. „“Gundach ihr Leit, scheen dass ihr bei uns sin heit. Unser Red dun mir jetzt halle, die nei – den en orre annere von eich wird do a wieder sind dabei. Letschd Johr an de Kerb wars montags brechend voll, Suchersch Juliane hot do geschwung die Stambesboll. E Gaschd hat zu dem Juliane dort gesaat: Ei ich dät noch e Boll voll nemme und will dich näher lerne kenne. Unser Juliana is do druff ingang net un hat gefrot, willschd du dei Wellfläsch mager oder mit Fett. Fers Juliana war das Gespräch dann aus, am nägschde Da bringt Fleurop ihr einen Blumenstrauß. Gut gefall hat dem Gaschd es Juliana un a soi Art, awwer des ha halt kee Interesse gehaat.“ Vom Sprengsatzfund ist in der Kerwerede ebenso die Rede gewesen, wie vom Bauchtanz bei gefühlten Minus vierzig Grad anlässlich des Glühweinabends im Ort. Ein Höhepunkt wie in jedem Jahr zudem, die Winterwanderung der Sportfreunde mit einem Ausflug nach Contwig zum Manfred.