Auf einen Blick

Auf einen BlickFür die demokratische Gesellschaft in Deutschland ist es heute selbstverständlich, Volksvertreter durch allgemeine, freie, gleiche und geheime Wahlen zu bestimmen. Das war nicht immer so

Auf einen BlickFür die demokratische Gesellschaftin Deutschland ist es heute selbstverständlich, Volksvertreter durch allgemeine, freie, gleiche und geheime Wahlen zu bestimmen. Das war nicht immer so. Otto von Bismarck führte 1867 im Norddeutschen Bund das allgemeine Wahlrecht für Männer ein. 1871 erhielt auch das neugegründete Deutsche Reich das Männerwahlrecht. Wählen durfte jedoch erst, wer das 25. Lebensjahr vollendet hatte. Somit beteiligten sich nur gut 20% der Bevölkerung an den Wahlen. Mit der Einführung der Weimarer Republik gingen 1919 zum ersten Mal Frauen zur Wahl. Zudem wurde das Wahlalter auf 20 Jahre gesenkt. 1945 wurde die Altersgrenze auf 21 angehoben. Im Grundgesetz, das im Jahr 1949 in Kraft trat, war das allgemeine, freie, gleiche, geheime und unmittelbare Wahlrecht verankert. 1970, vor nunmehr 40 Jahren, wurde die Altersgrenze für das Recht, zu wählen, auf 18 Jahre gesenkt. In der Folge wurde 1974 auch das Volljährigkeitsalter auf 18 Jahre festgelegt. 1995 wurden in Niedersachsen zum ersten Mal 16-Jährige zu Kommunalwahlen zugelassen - weitere Bundesländer wie Bremen, Mecklenburg-Vorpommern, Nordrhein-Westfalen, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein folgten. ski