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Auch Asylbewerber helfen mit beim Dorffest

Auch Asylbewerber helfen mit beim Dorffest

Besucherströme zum Auftakt und am Sonntag bescheren den Gemeindeverantwortlichen von Käshofen ein Dorffest der Superlative. Seit 1978 gibt es das weithin beliebte Dorffest mit einer riesigen Helferschar.

Das 38. Dorffest haben die Käshofer am Wochenende direkt beim Dorfgemeinschaftshaus gefeiert. Über 100 Helfer konnte auch dieses Jahr Ortsbürgermeister Klaus Martin Weber mobilisieren. Ihr Zupacken, ihre Mithilfe über die beiden Festtage war die Grundlage für den diesjährigen Festerfolg. Weber: "Es passte einfach alles zusammen, und für mich war es eine ganz besondere Freude festzustellen, dass ausländische Dorfbewohner, die derzeit in unserem Ort Asyl gefunden haben, sich in die Arbeit voll integrierten. Hut ab vor diesen Menschen, das war einfach großartig."

Der Reihe nach: Schon am Samstag gab es unter dem traditionellen Fallschirm ein Riesengedränge. Zwischen der neuen Funktionshalle und dem Dorfgemeinschaftshaus hat sich jetzt alles konzentriert. Die Stände, die Buden, das bunte Treiben, alles spielt sich zwischen den beiden Gemeindegebäuden ab. Dieses Zusammenrücken auf engstem Raum schaffe eine ganz besondere Atmosphäre, stellt Ortsbürgermeister Weber im Gespräch mit dem Pfälzischen Merkur fest und lässt dabei nicht unerwähnt, dass selbst die Kleinsten im extra angelegten und mit einem Zelt überdachten Sandspielplatz mitten auf dem Festgelände sich wohlfühlten. "Die Kinderspielgeräte kommen später auf den Mehrgenerationenplatz, werden also weiterhin in Kinderhänden bleiben."

Für großartige Stimmung sorgte am Samstag die Band "Just Crazy Boys". Der von ihren stimmungsvollen Liedern ausgehende Funke sei schnell übergesprungen, so Klaus Martin Weber, und habe die Besucher trotz der hochsommerlichen Temperaturen schnell auf Tische und Bänke steigen lassen. Zum Frühschoppen waren die "Hornblowers" zu hören, und mit den musikalischen Klängen der "Firma Hollunder" gab es am Nachmittag Kaffee und Kuchen. Die begehrten "Käshofer Hooriche" seien noch selten so früh ausverkauft gewesen wie dieses Jahr.

Die Mitarbeit der asylsuchenden ausländischen Mitbewohner stimmte den Ortsbürgermeister Weber vor allem froh. "Die Menschen aus Albanien, Afghanistan und Somalia haben ihre Mithilfe angeboten, sie räumten die Tische ab, hielten den Festplatz sauber, das war einfach toll." Die Asylsuchenden genießen in den Gemeinderäumen für ihren Deutschunterricht Gastfreundschaft und wollten davon jetzt ein bisschen zurückgeben.