Arbeiten bei Storchengeklapper

Die Störche sind in den Mauschbacher Bruch zurückgekehrt. Dort führten am Wochenende Mitglieder des Zweibrücker Naturschutzbundes Landschaftspflegearbeiten durch.

Sie klappern wieder, die beiden Störche auf ihrem hohen Nest im Mauschbacher Bruch. Störche führen eine Ortsehe, das heißt, sie fühlen sich an ihr Erstnest gebunden, kehren jedes Jahr, wenn nichts dazwischenkommt, in ihr Nest zurück. Sie fliegen jedoch aus dem Süden getrennt zurück in den Norden. Finden sie ihr Nest von einem fremden Storch schon besetzt, nimmt der Partner eben den Neuen in Kauf. Ihr einstiger Geliebter vom Vorjahr hat dann das Nachsehen, ihm bleibt nur noch das Klappern.

Letztes Jahr war das im Bruch zu beobachten. Dieses Jahr ist aber wieder alles im Lot, wie beim Arbeitseinsatz der Nabu-Menschen im Bruch am Wochenende zu sehen war. Bald zehn Nabu-Mitglieder hatten sich zum Arbeitseinsatz eingefunden. Es gab Zaunpfähle zu richten, Weiden zu schneiden und anderes mehr. "Die Schottischen Hochlandrinder, zurzeit 15 an der Zahl, ziehen sich zurück bei so viel Lärm und Autos rundum", sagt Hans Göppel vom Vorstand. "Wenn ich allein komme, laufen sie alle zu mir, sie denken, es gibt was zu knabbern und wiederzukäuen". Ihr Haar ist während des Winters lang und zottelig geworden.

Die zwei Hauspferde unter den Rindern stehen abseits und rühren sich nicht. "Vielleicht haben sie Schmerzen in den Beinen, denn sie können ihr Horn an den Hufen auf dem weichen Boden nicht kurz halten und haben nun entsprechende Beschwerden", sagt Peter Spieler. "Wir müssen auf jeden Fall etwas unternehmen, um ihnen zu helfen". Derweil stehen nun wieder alle Zaunpfähle gerade und stabilisiert da. Danach geht's an den Schnitt der Weiden.